Mein computer

Sollte ich meine Daten der großen, ominösen Datenwolke - auf Englisch: Cloud - anvertrauen? In Zeiten der Geheimdienst-Enthüllungen von Edward Snowden könnte man diese Frage mit einem klaren "Nein!" beantworten. Dennoch kann es Sinn machen, in bestimmten Fällen Daten im Internet abzulegen.

Vor allem dann, wenn man diese mit anderen Menschen austauschen möchte. So bieten inzwischen die meisten bekannten Anbieter wie Dropbox, OneDrive, Googledrive und andere eine Funktion an, mit der man Dateien über einen Link teilen kann. Praktisch, weil man große Dateien dann nicht mehr in eine E-Mail stecken muss, die im Zweifelsfall irgendjemandes Postfach verstopft. Außerdem bieten die meisten Anbieter auch die Möglichkeit, Dokumente - beispielsweise Bilder - als Web-Vorschau zu betrachten, ehe man sie herunterlädt. Nicht zuletzt erlauben es die Anbieter, die Internetfestplatte als Ordner (oder besser gesagt Programm) auf dem Desktop zu installieren, der die Inhalte automatisch mit der Datenwolke synchronisiert. Dass alle Anbieter eine mobile App haben, versteht sich von selbst. Aber Achtung! Am liebsten würden die meisten von ihnen automatisch die Fotos, die man mit dem Smartphone schießt, in die Cloud hochladen. Dem sollte man gleich einen Riegel vorschieben, auch wenn die Fotos angeblich zunächst privat bleiben. Wie man die Cloud nutzt, mit welchem Anbieter und was man dort alles hochlädt - das bleibt jedem selbst überlassen. Man sollte aber ein paar Gedanken darauf verwenden, ob man wirklich alle Funktionen nutzen möchte, die die Anbieter möglich machen. Roland Grün ist Redakteur beim Onlineangebot des Trierischen Volksfreunds, volksfreund. de. In unserer Kolumne Mein Computer gibt er Tipps zum Umgang mit digitalen Medien. Haben Sie Fragen zu den Themen Internet und Computer? Schreiben Sie an: computer@volksfreund.de Diese und weitere TV-Kolumnen finden Sie auch im Internet auf www.volksfreund.de/kolumne