mein Computer

In der vergangenen Woche, liebe Leserinnen und Leser, habe ich Ihnen aufgezeigt, dass die E-Mail an sich ein sicherheitstechnisches Scheunentor ist. Jeder kann mitlesen, was Sie schreiben - es sei denn, Sie treffen entsprechende Vorkehrungen.

Doch wie ist das eigentlich mit Internetseiten, die Sie besuchen? Dort füllen Sie vielleicht auch das eine oder andere Formular aus, zum Beispiel wenn Sie eine Bestellung aufgeben oder einen Seitenbetreiber über dessen Kontaktformular anschreiben. Und in der Tat: Auch diese Daten werden genau so wie E-Mails unverschlüsselt übers Netz übertragen. Allerdings gibt es auch verschlüsselte Verbindungen. Diese schützen die übermittelten Daten so, dass sie niemand unterwegs mitlesen kann - zumindest nicht so ohne weiteres. Erkennen können Sie eine verschlüsselte Verbindung daran, dass in der Adresszeile Ihres Browsers ein kleines Schlosssymbol abgebildet ist. Außerdem beginnt die Internetadresse mit dem Kürzel "https" und nicht - wie bei unverschlüsselten Verbindungen - mit "http". Das "s" steht übrigens für "secure", das englische Wort für "sicher". Die so geschützte Seite weist sich über ein Zertifikat aus, das von einer anerkannten Zertifizierungsstelle ausgestellt ist. Das entsprechende Gegenstück ist bereits in Ihrem Browser hinterlegt. Vorsicht ist geboten, wenn Ihr Browser eine Meldung ausgibt wie: "Das Sicherheitszertifikat wurde nicht von einer vertrauenswürdigen Zertifizierungsstelle ausgestellt." Hier sollten Sie nur fortfahren, wenn Sie den Betreiber der Seite kennen und ihm vertrauen. Bei Bankgeschäften und Ähnlichem sollten Sie hier grundsätzlich misstrauisch sein! Roland Grün ist Redakteur beim Onlineangebot des Trierischen Volksfreunds, volksfreund .de. In unserer Kolumne "Mein Computer" gibt er Tipps zum Umgang mit digitalen Medien. Haben Sie Fragen zu den Themen Internet und Computer? Schreiben Sie an: computer@volksfreund.de Diese und weitere TV-Kolumnen finden Sie auch auf www.volksfreund.de/kolumne