mein computer

Es muss nicht immer der zerstörerische Computervirus sein, der einem den letzten Nerv raubt. Mindestens genauso lästig ist eine andere Abart von Schadsoftware, die vor allem denjenigen Vorteile bringen soll, die sie verbreiten: Spyware, Spionage- oder Werbesoftware, die dem Nutzer zum Beispiel unerwünschte Suchmaschinen oder Seiten unterjubeln wollen.

Oftmals kommt diese Ramschsoftware huckepack mit anderer vermeintlich nützlicher Software. Und verändert anschließend zum Beispiel den Browser so, dass der Nutzer immer auf bestimmte Seiten geleitet wird. Ziel ist dabei, den Nutzer dazu zu verleiten, auf bestimmte Angebote zu klicken und diese zu kaufen. Wenn nur einer von 100 Nutzern darauf hereinfällt, kann sich das schon für die Auftraggeber lohnen. Ein anderer Zweck ist, den Nutzer auszuforschen und (persönliche) Daten abzugreifen. Oftmals nistet sich die Schadsoftware in den Webbrowser ein, wie zum Beispiel das Browservirus "Qvo6", das die Startseite des Browsers ändert und dem Nutzer unerwünschte Werbelinks unterjubelt. Ein Weg, die Plagegeister wieder loszuwerden, ist zum Beispiel die Software "AdwCleaner", die die unerwünschte Werbesoftware (Adware) wieder entfernt. Sinnvoller ist aber allemal, sich die Software erst gar nicht einzufangen. Überprüfen Sie daher immer, bevor sie eine Software installieren wollen, ob sie diese wirklich benötigen, woher sie kommt, und achten Sie auch auf eventuell gesetzte Häkchen bei der Installation und entfernen sie diese wieder! Denn oftmals wird zumindest unnötige Software einfach mitinstalliert. Roland Grün ist Redakteur beim Onlineangebot des Trierischen Volksfreunds, volksfreund. de. In unserer Kolumne "Mein Computer" gibt er Tipps zum Umgang mit digitalen Medien. Haben Sie Fragen zu den Themen Internet und Computer? Schreiben Sie an: computer@volksfreund.de Diese und weitere TV-Kolumnen finden Sie auch im Internet auf www.volksfreund.de/kolumne

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