mein garten

Meinung Wollt ihr ewig leben? Eigentlich wollte ich mir eine Pflanze der Langlebigkeit kau fen. Die indische Heilpflanze soll die Gehirnzellen verjüngen.

Wie andere Cola trinken, wenn die Arbeit ermattet, würde ich Gotu-Kola-Blätter als Tee schlucken oder frisch im Salat verspeisen. Doch dann sah ich etwas noch viel Besseres: die Pflanze des ewigen Lebens! Jiaogulan (sprich Dschiau-gu-lan) - vermutlich trainiert schon die korrekte Aussprache des Namens die Gehirnzellen enorm. Versucht man, sich noch die Liste der nachgewiesenen Wirkungen von cholesterin und blutdrucksenkend bis herzstärkend einzuprägen, hat man genug für das Konzentrationsvermögen getan. Verglichen wird die Heilpflanze aus China mit dem Allheilmittel Ginseng. Beim Naschen soll der Geschmack an sein Lakritzaroma erinnern. Ich finde, die Triebspitzen schmecken nach jungen Erbsen. Wie diese kann das Kürbisgewächs als Rankpflanze von sonnig bis schattig gezogen werden. Ohne Kletterhilfe bedeckt es den Boden mit seinen hübschen fingerförmigen Blättern. Damit erinnert das - original übersetzt - Kraut der Unsterblichkeit an unseren Wilden Wein im Miniformat. Das ist etwas für Balkon und Terrasse. Auf der nächsten Party wird dann hausgemachter Sekt davon ausgeschenkt: eine Handvoll Jiaogulan-Ranken waschen, auswringen, zerknüllt in ein Glasgefäß füllen und mit gut gekühltem Sekt auffüllen! Blattgrün zerdrücken, damit das Aroma übergeht! Nach ein bis zwei Stunden im Kühlschrank abseihen und servieren! Worauf man anstößt? Na, auf ein langes Leben natürlich. Sie haben eine Frage an unsere Gartenexpertin Kathrin Hofmeister? Schreiben Sie uns! Die für alle Hobbygärtner spannend sten Fragen werden im Volksfreund beantwortet. Mehr dazu unter www.volksfreund.de/garten