Mein GArten

Veränderte Bedingungen erfordern eine neue Herangehensweise. Fußbodenheizung ist so ein Beispiel.

Immer standen die grünen Mitbewohner auf dem kalten Steinfußboden am Fenster und fühlten sich wohl. Unsereiner hatte kalte Füße. Jetzt können wir stundenlang auf behaglich warmem Boden am Fenster stehen. Doch ihnen wird es an den Wurzeln zu warm. Die Lösung bieten hohe Pflanzgefäße mit Kunststoff-Einsatz. Unten bleibt ein luftleerer Raum. Er hält die Heizungswärme auf Abstand. Anderes Beispiel: Die milden Temperaturen der letzten Wochen haben vielen mediterranen Kübelpflanzen das Winterquartier erspart. Ein Open-air-Platz anstelle des Überwinterungsortes im Glashaus, im hellen Flur oder vor einer lichtdurchlässigen Garagentür bedeutet andererseits, dass man sich nicht mehr auf die Erfahrungswerte in Sachen Wasserbedarf verlassen kann. Mehr denn je ist Fingerspitzengefühl gefragt. Und das kann man wörtlich nehmen: Um herauszufinden, ob Kübelpflanzen gegossen werden müssen, empfehlen Ratgeber , den Finger mit leichtem Druck auf die Erde zu legen und zu ertasten, ob sich das Substrat trocken oder feucht anfühlt. Ich bohre lieber noch mal nach. Häufig sind die Substrate so beschaffen, dass sie oben schnell abtrocknen. Man denkt: höchste Zeit zu gießen. Tatsächlich sind die tieferen Schichten aber noch feucht. Zu viel des Lebenselixiers Wasser nimmt den Wurzeln Sauerstoff zum Atmen. Sie faulen leichter. Das richtige Gießmaß ist auch bei Zimmerpflanzen ein kritischer Punkt in der Winterzeit. So einfach wie es sich nach der "alles easy"-Methode anhört - gießen, nach einer Viertelstunde Untersetzer und Übertöpfe kontrollieren und überschüssiges Wasser abgießen - ist es meist nicht. Auf Nummer sicher geht man mit einem Feuchtigkeitsmesser. Sie haben eine Frage an unsere Gartenexpertin Kathrin Hofmeister? Schreiben Sie an garten @volksfreund.de Diese und weitere TV-Kolumnen finden Sie auch im Internet auf <%LINK auto="true" href="http://www.volksfreund.de/kolumne" text="www.volksfreund.de/kolumne" class="more"%>