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Mein garten

 Kathrin Hofmeister.Foto: privat
Kathrin Hofmeister.Foto: privat
Den letzten Schnitt des Rasens mag ich besonders gerne. Auf dem grünen Teppich liegen bunte Blätter malerisch verteilt.

Beim Mähen werden sie klein gehäckselt. Das ergibt perfekten Laub-Grasschnitt-Mulch. Er dient als Auflage unter Hecken, Sträuchern und zwischen Schatten- stauden und düngt organisch. Zum Thema erzählte mir eine Gärtnerin, sie werde von Kunden regelmäßig gefragt, wie es denn sein könne, dass die Sträucher immer kümmerlicher aussehen. Man hätte die Baumscheibe doch so schön sauber gehalten und alles Laub immer weggefegt oder geblasen! Genau das ist das Problem! Werden dem Naturkreislauf ständig die Nährstoffe entzogen, bekommen Pflanzen Mangelerscheinungen. Regen- und Bodenwürmer sind arbeitslos und wandern ab. Der Boden verarmt. Deswegen lasse ich so viel Laub wie möglich unter Bäumen liegen. Anders sieht das bei mediterranen Kleinsträuchern wie Lavendel aus. Unter einer Laubschicht kann das Blattwerk faulen. Auch Rasen mag keine Patchworkdecke aus Blättern. Für dieses Mal hatte ich den Rasenmäher. Was jetzt noch von den Bäumen segelt, wird weggerecht. Auch zwischen den Herbstchrysanthemen im Bauerngarten lasse ich herangewehtes Laub nicht liegen. Die letzten Blüten-stauden im Gartenjahr sind in manchen Regionen noch als Allerheiligenblume bekannt, weil man das Grab damit schmückte. Mit den heute zu Allerheiligen üblichen Chrysanthemenbüschen und Schnittblumen haben die langhalsigen Gartenchrysanthemen nur mehr wenig gemein. Die Saisonware ist für den Moment gezüchtet. Wer aber einen verlässlichen Klassiker für den Staudengarten sucht, sollte nach den winterharten Herbstchrysanthemen Ausschau halten. kf Sie haben eine Frage an unsere Gartenexpertin Kathrin Hofmeister? Schreiben Sie an garten@volksfreund.de Diese und weitere TV-Kolumnen finden Sie auch im Internet auf <%LINK auto="true" href="http://www.volksfreund.de/kolumne" class="more" text="www.volksfreund.de/kolumne"%>