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"Wie und wann schneidet man die herrlichen Hortensien, die viele Leute im Garten haben", will Wilfried Meier aus Trier wissen. Bis vor kurzem hätte ich gesagt, viele Leute haben Bauernhortensien im Garten.

Das sind die mit den rosa, blau oder weiß blühenden Bällen und mittlerweile eingetrockneten, aber immer noch dekorativen Blütenständen. Immer häufiger sieht man aber auch die Schneeballhortensie Annabelle - sie verändert ihre Blütenbälle von Grün über Weiß bis ins herbst-winterliche Beige. Und dann sind da noch die trendigen Rispenhortensien. Man erkennt sie an der Rispenform der Blüten. Der Schnittzeitpunkt liegt für alle Hortensien im Frühjahr. Aber das Wie richtet sich nach der Art. Bauernhortensien haben die Blütenknospen bereits im Spätsommer angelegt. Die vertrockneten Blüten sind ein guter Schutz. Im Frühjahr werden die erhalten gebliebenen Blütenstände behutsam gekappt. Das geschieht knapp oberhalb des letzten, kräftigen Knospenpaares. Häufig hat das bis dahin schon der Wind erledigt. Auch für die Reihe der Endless Summer Hortensien gilt ein zurückhaltender Rückschnitt. Nur bei älteren Pflanzen lichtet man bis zu ein Drittel der alten Triebe aus. Frieren Bauernhortensien in strengen Wintern zurück, schneidet man im Frühjahr bis ins gesunde Holz. Dann kann es allerdings passieren, dass sie erst im übernächsten Sommer wieder blühen. Anders ist das bei Rispen- und Schneeballhortensien. Sie blühen am neuen Holz und vertragen daher einen Radikalschnitt. Es gibt Experten, die bis auf zehn Zentimeter über dem Boden abschneiden und sagen, bevor man "rumschnippelt" sollte man besser gar nicht schneiden. Auch das geht. Allerdings werden ungeschnittene Sträucher sehr viel höher als die jedes Jahr geschnittenen. Sie haben eine Frage an unsere Gartenexpertin Kathrin Hofmeister? Schreiben Sie an garten@volksfreund.de Diese und weitere TV-Kolumnen finden Sie auch im Internet auf <%LINK auto="true" href="http://www.volksfreund.de/kolumne" text="www.volksfreund.de/kolumne" class="more"%>