Mein garten

Im Sommer werden Nadelgehölzhecken in Form geschnitten. Scheinzypresse, Lebensbaum, Fichte und Eibe - alles kommt jetzt unter die Heckenschere.

Dabei fällt viel Grünschnitt an. Wilhelm Zeyer aus Gerolstein wollte wissen, ob er den Grünschnitt seiner Eiben zur Kompostierung verwenden kann. Die Eibe ist bekanntlich giftig. Mit Ausnahme des roten Fruchtfleisches der Scheinbeeren enthalten alle Pflanzenteile das äußerst giftige Taxin und andere Stoffe. An Pferden wurde bereits beobachtet, wie sie fünf Minuten nach dem Fressen von Nadelzweigen tot zusammenbrachen. Da stellt sich Zeyers Frage: "Kann das Taxin durch den Kompost über Nutzpflanzen in die Nahrung gelangen?" Hier kann man Entwarnung geben. Durch die natürlichen Abbauprozesse besteht keine Gefahr. Allerdings würde ich schon aus rein praktischen Gründen nicht zu viel Eiben-Grünschnitt auf den Kompost geben. Am schnellsten zersetzt sich Grüngut zu neuer Pflanzennahrung, wenn das Ausgangsmaterial bereits gehäckselt ist. Und den besten Kompost erhält man durch eine ausgewogene Mischung von Grünschnitt, Küchenabfällen und Zusätzen, die das Bodenleben anregen. Alte Hasen tragen nach jeder 30 Zentimeter hohen Abfallschicht etwa fünf bis zehn Zentimeter Erde, am besten alte Komposterde auf und streuen immer mal wieder Kalk dazwischen. Fällt sehr viel Grünschnitt an, kann man das Schnittgut unter den Hecken als Mulchmaterial einsetzen. Auch dazu sollte es gehäckselt sein. Vor dem Aufbringen Hornspäne streuen, denn Mulch entzieht dem Boden Stickstoff. Nicht zu empfehlen ist Schnittgut von Nadelgehölzen für den Nutzgarten. Nadelgehölze begünstigen einen sauren Boden. Das mögen die wenigsten Nutzpflanzenkulturen. Sie haben eine Frage an unsere Gartenexpertin Kathrin Hofmeister? Schreiben Sie an garten@volksfreund.de. Die für alle Hobbygärtner spannendsten Fragen werden im Volksfreund beantwortet. Mehr dazu unter <%LINK auto="true" href="http://www.volksfreund.de/garten" class="more" text="www.volksfreund.de/garten"%> Diese und weitere TV-Kolumnen finden Sie auch im Internet auf <%LINK auto="true" href="http://www.volksfreund.de/kolumne" class="more" text="www.volksfreund.de/kolumne"%>