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Nabu in der TV-Serie „Zurück zur Natur“: Was Leser für Kraniche tun können.

Tiere : Mit den Kranichen fliegen

Tierfreunde im Volksfreund: Kraniche - bald queren sie wieder die Region Trier. Heute gibt der Nabu in der TV-Serie „Zurück zur Natur“ Tipps, was TV-Leser für Kraniche tun können.

(red) Mit lautem Trompeten kündigen sie sich an. Auf dem Weg in ihre Überwinterungsgebiete queren tausende Kraniche ab Oktober wieder lauthals die Region Trier. „Die Rufe haben verschiedene Bedeutungen und lassen sich sogar den einzelnen Individuen zuordnen“, weiß Ernst-Christian Walter, Kranich-Experte des Nabu Region Trier aus Saarburg.

Im Sommer leben die Kraniche in Feucht- und Moorgebieten Norddeutschlands, Polens, Skandinaviens, Russlands und dem Baltikum. „Dank ihrer langen Beine können sie dort, vor Fressfeinden geschützt, gefahrlos brüten und ihre Jungen aufziehen“, erklärt Walter. Werden die Tage kürzer und kälter suchen die Kraniche große Sammelplätze auf und fliegen auf unterschiedlichen Zugrouten in den Süden.

„Die über unsere Region ziehenden Kraniche sammeln sich an der mecklenburgischen Seenplatte und am vorpommerschen Bodden“, erklärt Walter, „von dort aus überqueren sie auf einem rund 150 km breiten Flugkorridor Westeuropa“. Das westliche Rheinland-Pfalz, Teile des Saarlands, Luxemburgs und Nordost-Frankreichs liegen genau auf dieser Route. Ziele sind die Überwinterungsgebiete in Frankreich und Südspanien.

Aufgrund der milderen Winter verkürzen die Vögel mittlerweile häufig ihre Strecken und überwintern weiter nördlich oder gleich in Nähe zum Brutgebiet. „Am Lothringischen See „Lac du Der-Chantecoq“ rasten und überwintern die Kraniche besonders gerne“, berichtet Ernst-Christian Walter.

Wer gebrauchten Kork beim Nabu abgibt, unterstützt die Wiederverwertung des Rohstoffs und hilft dem Kranichschutz in Europa. Mehr Infos: www.korkkampagne.de Foto: Foto: NABU/Maryam Preußer
Der Kranich (Grus Grus) ernährt sich unter anderem von Feldpflanzen, Kartoffeln, Getreide und Beeren, sowie von Regenwürmern, Insekten und kleinen Wirbeltieren. Foto: NAbu/Andreas Trepte

Zu schaffen macht den großen Vögeln, neben der industriellen Landwirtschaft und dem gefahrvollen Vogelzug, auch der Klimawandel mit sehr trockenen Sommern. Die Arbeitsgemeinschaft „Kranichschutz Deutschland“ stellte 2019 in Lettland fest, dass 80 Prozent aller Paare ohne Nachwuchs blieben. Der Grund: Geeignete Lebensräume zum Brüten waren ausgetrocknet.