1. Nachrichten
  2. Mehrwert

Neues von den Winterduftern

Kolumne Mein schöner Garten : Neues von den Winterduftern

Der Schneefall in den vergangenen Tagen hat eine Pflanzengattung nochmals in Erinnerung gerufen, die Winterdufter. Unsere Kolumnistin widmet sich einigen von ihnen.

Kurzzeitig hat uns der Schneefall daran erinnert, warum man von Winterduftern spricht. Duftschneeball und Zaubernuss blühen in der kalten Jahreszeit. Die war bisher so wenig kalt, dass der Duftschneeball einmal keine braun erfrorenen Blüten zeigte. Die milden Temperaturen hatten dem Zierstrauch mit dem starken nelkenartigen Duft den erwünschten rosigen Teint auf die Blüte getrieben.

Endlich passt der pastellige Farbton perfekt zum Vorfrühlingsflor von Schneeglöckchen, Elfenkrokus und Lenzrosen. Auch das Duft-Geißblatt sah ohne Eiskristalle so frisch aus wie seine kleinen weiß-gelben Blüten mit der Zitrusnote duften. Dafür fehlte der Raureif, um einen eher unauffälligen und ebenso unbekannten Winterdufter hervorzuheben.

Die Rede ist von der Duft-Fleischbeere (Sarcococca). Das immergrüne Gehölz gehört zu den nicht ganz so winterharten Neuheiten, die im Zuge des Klimawandels mit milderen Wintern Karriere machen könnte. Mein Exemplar hat bereits den zweiten Winter ausgepflanzt problemlos überstanden. Manche handeln den Kleinstrauch mit den ledrig, glänzenden Blättern schon als Buchsersatz.

Buchsblüten – auch sie sind bereits am Blühen – schreibt man einen zart lilienhaften Duft mit bitteraromatischen Nuancen zu. Die Fleischbeere verströmt einen intensiven Duft ähnlich Maiglöckchen. Man riecht ihn bis aus zehn Meter Entfernung. Die Blüten selber muss man unter dem grünen Laub fast suchen. Umso größer ist die Überraschung, wenn er einen ganzen Gartenraum beduftet. Das macht sich gut im schattigen Eingangsbereich. In jedem Fall sollte der Standort geschützt und eher schattig sein. Nach der Blüte im Frühjahr kann man ihn mit einem leichten Schnitt schön in Form bringen.

Kolumnen finden Sie im Internet unter www.volksfreund.de/kolumne