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Kolumne Mahlzeit
Nicht nur kalter Kaffee

Susanne
Umbach
Susanne Umbach FOTO: Stefan F. Saemmer
Viele lieben den Geruch von heiß dampfendem Kaffee. Ob als Cappuccino, Latte Macchiato oder Espresso, Kaffeemaschinen bieten mittlerweile reichlich Auswahl.

Der neue Trend am Kaffeehimmel ist Cold Brew Coffee. Auf Deutsch bedeutet das „kaltes Aufbrühen“. Wer denkt, das sei einfach kalter Kaffee, liegt nicht ganz richtig. An sich ist das Prinzip dasselbe wie beim herkömmlichen Kaffee-Kochen: Das Wasser läuft auf das Kaffeepulver, ein Filter sammelt den Kaffeesatz, und fertig ist das Getränk. Das Besondere ist allerdings, dass es mit kaltem Wasser zubereitet wird. Das Kaffeepulver zieht in kaltem Wasser bei Zimmertemperatur etwa acht bis sogar 24 Stunden. Je länger, desto intensiver wird das Aroma.

Zum Ausprobieren: Das Kaffeepulver wird sehr grob gemahlen, davon braucht man mehr als beim Klassiker. So werden für ein bis zwei Tassen etwa 50 Gramm Pulver mit 350 Milliliter Wasser aufgegossen. Dabei entsteht ein aromatisch-intensives Kaffeekonzentrat, das mit Wasser und/oder Milch verdünnt und kalt getrunken wird. Eine spezielle Ausrüstung oder Hightech-Maschine ist nicht nötig. Es reicht ein handelsüblicher Hand-Filter. Geduld ist angesagt: Das Abgießen dauert länger als beim üblichen Filterkaffe. Das Ergebnis der kalten Methode ist heller als heiß aufgebrühter Kaffee, enthält weniger Säure sowie Bitterstoffe und gilt als bekömmlicher.

Zugegeben, diese Methode eignet sich nicht fürs spontane Kaffeekränzchen. Dafür lässt sich die kalte Köstlichkeit prima im Kühlschrank aufbewahren. An heißen Tagen lockt ein Eiskaffee mit Milch, Eiswürfeln oder Vanilleeis.

Susanne Umbach ist Ernährungsberaterin der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz.

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