Osterbrauch nutzt Pflanzen

Osterbrauch nutzt Pflanzen

Beim Ostereiertitschen hat sich das Ei in dezenter Zwiebelschalenfärbung gegen die Konkurrenz durchgesetzt. Was die zerbrochenen Schalen betrifft, stehe ich ganz in der Foerster'schen Tradition.

Der berühmte Staudengärtner und Züchter, dem wir einige unserer schönsten Rittersporne verdanken, teilte sein Frühstücksei stets mit den Stauden. Er aß das Innere, alle kalkliebenden Arten - das ist ein Großteil unserer Steingartenpflanzen - bekamen die Schale.

"Nur nach meinem Rittersporn suche ich bisher vergeblich", beklagt sich jemand. Die Ursachen können vielfältig sein: Schnecken haben sich auf den frischen Austrieb gestürzt. Die Pflanzerde war zu torfhaltig. Während man in frische Pflanzlöcher gerne zwei, drei Hände voll Fertigerde gibt, damit sich die Wurzeln in dem lockeren Substrat schnell ausbilden, ist sie für Rittersporn ungeeignet. Besser: guter Gartenboden. Ich entferne sogar vor der Pflanzung die obere Erdschicht des Topfballens und fülle stattdessen Sand um den Wurzelhals. Das hält ihn trockener und hilft Mehltau vorzubeugen. Rittersporn ist vom Kauf im kleinen Container bis zur Blüte ein echtes Überraschungsei. Hält man die Wurzelballen in der Hand, unterschätzt man leicht den Raumbedarf der voll entwickelten Pflanzen. Damit sie später nicht zusammenstoßen, erkundigt man sich vor dem Pflanzen nach Höhe und Breite.

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