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Pflanzenstärkungsmittel stärken auch den Boden. Ein Präparat hat Peter Konz aus Konz erfunden.

Garten : Pflanzen wieder fit machen

TV-Garten im April: Im Frühling kommen Pflanzenstärkungsmittel zum Einsatz – wie das von Peter Konz aus Konz-Niedermennig.

Peter Konz steht in seinem Sortengarten im Konzer Tälchen und blickt mit zufriedener Miene auf die strotzend grünen Blätter der Erdbeeren unter den Weinstöcken. Nach dem nächsten Regenguss, wenn der Boden feucht genug ist, wird er seine Obstkulturen mit dem Pflanzenstärkungsmittel Greengold kräftigen. Das feinstoffliche Funktionsmittel ist eines von vielen zugelassenen Pflanzenstärkungsmitteln (Info). Auf die stimulierende Flüssigkeit stieß der Ecoveda-Firmeninhaber Ende der 90er Jahre, als er mit dem Erfinder Hermann Steinbach in Kontakt kam. 40 Jahre hatte der Professor in den USA gelebt und geforscht. „Der ursprüngliche Ansatz war, einen Bodenhilfsstoff zu entwickeln“, erklärt Konz. Greengold startete als eine Art Katalysator, mit dessen Hilfe die Bodenfruchtbarkeit wieder in Bewegung kommt.

Schon damals waren verdichtete Böden, Bodenerosion und Wasserverdunstung (Evaporation) Themen. „Wo der Boden durch das Befahren mit schweren Maschinen und Überdüngung durch Stickstoff verdichtet wird, geht das Bodenleben in die Knie“, formuliert es der Mann, der im Zweitstudium Ökologie belegt hat. Dadurch lägen viele Nährstoffe fest. Sie seien blockiert. „Die Idee war, diese Blockaden zu lösen und die Nährstoffe wieder in den Kreislauf zu führen.“ Peter Konz nennt es, die Infrastruktur des Bodens wieder in Gang bringen. „Bei Experimenten fand man heraus, dass sowohl Stoffe als auch Mikroorganismen auf feinstoffliche Schwingungsmuster reagieren.“

Der studierte Pädagoge ist überzeugt: Man müsse die Teile nach einem Prinzip zusammensetzen und in Schwingung bringen, damit es wieder richtig tickt. Für die optimalen Abläufe in einem Ökosystem müssten Elemente und Moleküle ihre ordnungsgemäße Position einnehmen. So setzten die Erfinder von Greengold Hauptnährstoffe wie Calcium, Magnesium und Kalium an ihren richtigen Platz und stimmten Spurenelemente wie Eisen und Bor darauf ab. So sind Huminsäuren und Pflanzenauszüge Bestandteil der Rezeptur.

Und der biologisch wirtschaftende Obstbauer tüftelt weiter daran, die Pflanzen in ihrem gesunden Stoffwechsel optimal zu unterstützen. Tafeltrauben, Äpfel, Süßkirschen und Mandelbäumchen, aber auch der regionaltypische Mosel-Weinbergspfirsich und weniger bekannte Kulturen wie Minikiwi profitieren in Wuchs und Geschmack davon. Dabei kommt Peter Konz ins Schwärmen über das breite Fruchtspektrum der reifen Kinderäpfel, aromatischen Erdbeeren à la Bonheur, so der Sortenname, oder die auf das hiesige Klima abgestimmte Tafeltraube Venus. Seine Früchte liefert der Winzersohn erntefrisch an regionale Bio-Läden.

Sein perfektes Versuchsfeld hat er auf dem Gelände des ehemaligen Weinbergs seines Vaters gefunden. Gegenüber hat der vom Gault&Millau Weinguide 2018 als „Entdeckung des Jahres“ gefeierte Winzer Stefan Müller einen seiner Weinberge. Auch er ist überzeugt von der selbst regulierenden Kraft des Pflanzenstärkungsmittels.

 Minikiwis aus der Plantage von Peter Konz. Foto: Peter Konz
Minikiwis aus der Plantage von Peter Konz. Foto: Peter Konz Foto: Peter Konz

Für Greengold interessiert man sich aber auch in anderen europäischen Ländern. Dabei spürt man, dass es Peter Konz nicht nur um höhere Erträge geht, sondern vor allem um qualitativ hochwertigere Früchte. Er sucht nach umweltverträglichen Lösungen für landwirtschaftliche Probleme und will das ökologische Gleichgewicht wiederherstellen. Durch den Einsatz des Pflanzenstärkungsmittels lasse sich Düngemittel einsparen und der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln effektiver gestalten. Das erklärt auch, warum Pflanzenstärkungsmittel im Hausgarten eine immer größere Bedeutung gewinnen.