Regeln für Reklamation

Bonn · Was zu tun ist, wenn der Internetanschluss nicht das hält, was er verspricht.

Bonn (dpa) Manche Internetanbieter versprechen Datenübertragungsraten über das Festnetz von 32, 50 oder gar 500 Megabit pro Sekunde (Mbit/s). Doch was am Ende an Downloadgeschwindigkeit zur Verfügung steht, hat mit solchen Versprechungen oft wenig zu tun. Die Bundesnetzagentur hat jetzt konkretisiert, wann Leistungen nicht mehr vertragskonform sind.
Um dies festzustellen, müssen Kunden die Leitungsgeschwindigkeit an zwei aufeinander folgenden Tagen insgesamt 20 Mal über Lan messen. Eine nicht vertragskonforme Leistung liege dann vor, wenn mindestens einer der folgenden drei Fälle eintritt:
An beiden Messtagen werden jeweils nicht mindestens einmal 90 Prozent der versprochenen Maximalgeschwindigkeit erreicht.
Die zur Verfügung stehende Geschwindigkeit wird nicht in 90 Prozent der Messungen erreicht.
Die Mindestgeschwindigkeit wird an beiden Tagen unterschritten.
Unter breitbandmessung.de können Kunden ihre Internetgeschwindigkeit messen. Die Seite wird von der Bundesnetzagentur betrieben. Zum Jahresende will die Behörde auch ein Programm zur Verfügung stellen, das Nutzer voraussichtlich kostenfrei installieren können. Schon jetzt können sich Kunden mit ihrem Anbieter in Verbindung setzen und eine Frist zum Nachbessern setzen. Tritt keine Besserung ein, dürfen sie oft auch den Vertrag vorzeitig kündigen.

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