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Rote Karte für Falschlader

Rote Karte für Falschlader

Mit einer neuen bundesweiten Unfallverhütungskampagne will der Auto Club Europa (ACE) gegen Mängel bei der Beladung von Autos vorgehen.

Trier. Für das falsche Verstauen von Transportgütern sind die Parkplätze vor Einrichtungshäusern, Baumärkten und Einkaufszentren der bevorzugte Tatort, weiß der ACE. Deshalb wollen am Samstag, 7. Juli, zwischen 11 und 13 Uhr Fachleute des Clubs den Autofahrern beim Hela-Profizentrum in Trier verkehrsrechtliche und praktische Tipps zum Beladen von Fahrzeugen geben. Der berüchtigte besserwisserische Zeigefinger soll dabei aber nicht erhoben werden. "Wir wollen aufklären und nicht belehren", sagt der Vorsitzende des ACE-Kreises Trier, Stephan Wonnebauer. Er macht auch klar, dass das Thema einen überaus ernsten Hintergrund hat. In den vergangenen sechs Jahren sind den Angaben von Wonnebauer zufolge alleine 72 Menschen bei Verkehrsunfällen in Deutschland nur deshalb ums Leben gekommen, weil Autos falsch beladen waren. Aus demselben Grund passierten im fraglichen Zeitraum weitere 5271 sogenannte Beladungsunfälle mit Verletzten und Schwerverletzten und 7375 folgenschwere Beladungsunfälle mit Sachschaden. "Wir wollen das Unfallrisiko minimieren und sehen hier einen dringenden Handlungsbedarf", sagt der ACE Mann. Der Club will nicht nur als freundlicher Ratgeber fungieren, sondern auch erkunden, wie es im Detail um die Ladungssicherheit in Autos bestellt ist. Das Ergebnis der Erhebung in Trier fließt in eine bundesweite Studie ein, die der ACE im Herbst veröffentlichen will. redace-online.de