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Salat aus eigenem Anbau genießen

Salat kann so dekorativ sein wie die arrangierten schönen Dinge im Nutzgarten selbst. Das große Plus selbst angebauten Salates aber ist seine knackige Frische. TV-Foto: Kathrin Hofmeister
Salat kann so dekorativ sein wie die arrangierten schönen Dinge im Nutzgarten selbst. Das große Plus selbst angebauten Salates aber ist seine knackige Frische. TV-Foto: Kathrin Hofmeister FOTO: Kathrin Hofmeister (kf) ("TV-Upload Hofmeister"
Der TV-Garten im Juni: Salat ist Frischkost Nummer eins im Selbstversorgergarten und kann die ganze Saison hindurch nachgesät und gepflanzt werden. Kathrin Hofmeister

Wie kann man die Salaternte über die ganze Saison verteilen?Indem man stetig für Nachschub sorgt: Hat man eine Reihe Salatsetzlinge gepflanzt, sät man daneben eine Reihe ein. So werden die Salatköpfe zeitversetzt erntereif. Im weiteren Verlauf sät man alle drei Wochen eine weitere Reihe Salat aus. Tun sich im Beet Lücken auf, kann man sie mit vorgezogenen Setzlingen füllen. Eine kontinuierliche Versorgung lässt sich zudem über die Sortenwahl steuern.Was muss man beachten? Im Sommer sollte man schossfeste Sorten wählen. Eichblattsalate etwa zeichnen sich durch ihre gute Schossfestigkeit bei höheren Temperaturen aus. Typische Frühsorten bilden später im Jahr dagegen erst gar keinen Kopf aus. Sie kommen vorzeitig ans Blühen. Die Eissalatsorte Iceking etwa wächst besser, wenn es kühler ist, und wird im Frühjahr und Herbst angebaut. Lollo Rossa und Lollo Bionda dagegen eigenen sich für den Freilandanbau vom Frühjahr bis zum Herbst. Ob eine Sorte ganzjährig geeignet ist, zeigt die Saatpackung.Was sind CCA-Salate? Die Bezeichnung kommt aus dem Englischen, steht für "Cut-and--Come-Again" und meint verschiedene Blattgemüse, die man jung für Salate nutzt. Sobald die Blätter fünf bis zehn Zentimeter hoch sind, schneidet man sie ab. Nach dem Schnitt treiben die auch als Baby-leaf-Salate bekannten Pflänzchen noch mal aus und können ein zweites, manche ein drittes Mal beerntet werden. Geeignet sind Pflücksalat, Feldsalat, Rucola, Senf, Kresse und Asia-Salate. Tipp: Die CCA-Methode funktioniert auch mit Kopfsalat, wenn man sehr dicht sät.Wie wird kultiviert? Sobald gesäte Kopfsalate vier bis fünf Blätter zeigen, vereinzelt man sie auf 25-30 cm. Im gleichen Abstand setzt man vorgezogene Salatpflänzchen. Salatsetzlinge darf man nicht zu tief setzen. Normalerweise schließen ausgetopfte Pflanzen mit dem Boden ab. Bei Salatpflänzchen darf der Ballen mindestens zur Hälfte aus der Erde ragen. Man sagt, Salat soll flattern können. Das Herz muss über dem Boden bleiben, damit es nicht fault. Tipp: Damit die Setzlinge gut einwurzeln, ritzt man den Erdpresstopf unten mit einer Gabel auf.Was ist besser: Saat oder Setzling? Beides hat seine Vorteile. An Ort und Stelle gesäter Salat gilt als besonders widerstandsfähig. Setzlinge haben einen Wachstumsvorsprung und müssen später nicht vereinzelt werden.Wann kann man ernten? Gesäter Salat braucht abhängig von der Sorte zwischen vier und 14 Wochen. Salatsetzlinge sind je nach Wetterlage nach etwa vier bis sechs Wochen erntereif.Warum soll man ab Mittag ernten? Im Laufe des Tages sinkt der Nitratgehalt. Der Gehalt an Vitaminen und Vitalstoffen ist höher als am Morgen. Der große Vorteil von selbst angebautem Salat liegt in seiner Frische. Kurz vor dem Verzehr geerntet, kommt er knackig und vital auf den Tisch.Braucht Salat ein eigenes Beet? Ein reines Salatbeet sieht ansprechend aus. Wegen seiner kurzen Kulturzeit eignet sich Salat aber auch als Zwischenfrucht und kann sehr gut zwischen andere Gemüsearten gesetzt werden. Salat wird gerne mit allen Arten von Kohl kombiniert. Weitere gute Nachbarn sind Gurken, Auberginen und Tomaten. In der Abtei Fulda hat man die Erfahrung gemacht, dass Kopfsalat eine Köderpflanze für Engerlinge ist. So empfehlen die Ordensschwestern, Salat zwischen Erd- und Himbeerkulturen zu pflanzen. Extra: WAS SIND SALANOVA-SALATE?

Dabei handelt es sich um Multi-Blatt Kopfsalate, deren Blätter eine mundgerechte Größe besitzen. Mit einem Schnitt zerfällt der Kopf in zahlreiche gleichgroße Blätter. Das erleichtert die Zubereitung frischer Salate. Es gibt keine dicke Mittelrippe, die entfernt werden muss. Salanova-Salatköpfe sind aber nicht nur fix angerichtet. Durch ihre rosettenartige Form sehen sie bereits im Beet appetitlich aus. Tipp: Wie bei anderen grün- und rotblättrigen Salaten lohnt es sich, die Farben abzuwechseln. Das sieht hübsch aus und soll Blattläuse abhalten. Die Schädlinge sind auf grüne Salate konditioniert. Andere Farben sollen verwirrend wirken. Mischt man blühende Kräuter wie Kapuzinerkresse, Gewürztagetes oder Ringelblumen zwischen die Salate, profitiert das Gemüse zusätzlich von der Heilwirkung der Kräuter.