Schädlingsbekämpfung im Garten

Garten : Schädlingsgedöns und andere unangenehme Arbeiten

Rollwespen, Raupen und Blattläuse gehören zu den unangenehmen Gästen im Garten. Doch nicht verzagen, rät unsere Gartenexpertin.

Es hilft ja nichts.“ Wenn dieser Satz fällt, weiß man, dass eine unangenehme Tätigkeit erledigt werden muss. Dann gilt es, sich aufzuraffen. Mutig wird man sich dem Bedrohlichen stellen.

Im Garten sind es um diese Zeit Rollwespen, Raupen und Blattläuse, um nur drei Plagegeister zu nennen. Und siehe da, gegen Rosenblattrollwespen helfen zugelassene Pflanzenschutzmittel wirklich wenig. Heißt? Abwarten und Tee trinken: Nach wenigen Wochen verschwinden die Larven von selbst. Sie verlassen ihre Schutzhöhle – jenes eingerollte Blatt, das man natürlich auch abknipsen könnte und im Restmüll entsorgen. Allerdings sieht die Rose dann ziemlich gerupft aus, bis sie nachgetrieben hat.

Ähnlich verhält es sich mit den Raupen einiger Wespenarten an Rosen, die diese unschönen Löcher fressen. Man kann sie absammeln, um den Fraß am frischen Rosenlaub zu unterbinden. Man kann es aber auch den Vögeln überlassen, die ihre Brut mit den gefräßigen Raupen großziehen.

Und erst die Blattläuse. In der Menge sehen sie beängstigend aus, wenn sie die frischen Triebe von unten bis oben bevölkern. Das Abspritzen mit dem Wasserstrahl soll ja helfen oder eine Einreibung mit Schmierseife. Meiner Erfahrung nach löst sich aber auch dieses Problem meist von selbst.

Erstens darf man auch hier auf die Unterstützung der Freunde und Helfer im Garten hoffen. Das ist an erster Stelle die Einsatztruppe im roten Chitinpanzer mit schwarzen Punkten.

Neben Marienkäfern greifen auch die Schweb- und Florfliegen- sowie Wespen- (andere als jene, die Rosenblätter als Brutstätte für die Eiablage nutzen) und Hornissen-Polizei schützend ein.

Zweitens ist für Blattläuse nur der frische Austriebssaft in den Trieben und zarten Salatpflänzchen so verlockend wie für die Wespenraupen das junge Rosenlaub. Reift die Pflanze im Juni aus, wird sie uninteressant. Manchmal hilft halt doch etwas – nämlich die Zeit.

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