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Schneller und günstiger gesund

Schneller und günstiger gesund

Husten, Schnupfen, Halsschmerzen, Fieber - diese Symptome kommen bei einer Erkältung selten allein daher. Es ist aber wichtig, sie einzeln zu behandeln. Die Stiftung Warentest gibt Therapieempfehlungen und nennt preiswerte Medikamente zur Behandlung von Erkältungssymptomen.

Trier. (td) Die Vorstellung von Allround-Medikamenten, die sämtliche Symptome eines grippalen Infekts angehen, ist verlockend. Doch eine Erkältung lässt sich nicht nach dem "Gießkannenprinzip" behandeln. "Grippemittel" sind deshalb wenig sinnvoll.

Die in einigen Präparaten enthaltenen Wirkstoffe Ephedrin, Norephedrin, Phenylephrin und Pseudoephedrin können zum Beispiel unerwünschte Nebenwirkungen wie Herzrasen, Blutdruckanstieg, Unruhe und Nervosität auslösen. Andere Bestandteile, zum Beispiel Vitamin C in niedriger Dosierung, tragen nicht zur therapeutischen Wirksamkeit bei.

Schmerz- und Fiebermittel können bei höheren Temperaturen und Kopf- und Gliederschmerzen angewendet werden. In ihnen stecken meist die Wirkstoffe Azetylsalizylsäure (ASS), Paracetamol oder Ibuprofen. Leichte bis mäßige Schmerzen lindern alle Stoffe in etwa gleichwertig. Bei entzündungsbedingten Schmerzen sind Ibuprofen und ASS vorzuziehen. Ibuprofen ist oft die bessere Wahl, da es Magen und Darm weniger belastet als ASS.

Zur Behandlung von Kindern sollten Ibuprofen und Paracetamol erste Wahl sein. Beide Wirkstoffe gibt es in speziellen Kinderzubereitungen. Paracetamol wird auch für ältere Patienten empfohlen. Kinder unter zwölf Jahren dürfen kein ASS einnehmen - es droht das Risiko einer schweren Erkrankung.

Bei der Behandlung einer Schniefnase kann vieles schief laufen. Sprays und Tropfen nicht länger als eine Woche und nicht öfter als dreimal täglich anwenden. Ist die Schleimhaut zu oft und zu lange den Wirkstoffen ausgesetzt, bleiben die Blutgefäße dauerhaft eng gestellt. Die Nase wird erst recht anfällig für Viren und Bakterien, entzündet sich ständig erneut ("Nasentropfen-Nase"). Um verstopfte Nasen freizumachen, sind Sprays und Tropfen zum Beispiel mit dem Wirkstoff Typ Xylometazolin geeignet - am besten nicht konserviert. Längerfristig geeignet sind salzhaltige Mittel zur Befeuchtung der Nasenschleimhäute wie Emser Salz und Meerwasser (Rhinomer). Wirksam und ohne Nebenwirkungen ist eine Nasendusche.

Bei Husten ist es tagsüber sinnvoll, dafür zu sorgen, dass sich der festsitzende Schleim löst und abgehustet werden kann. Ausreichend Wasser oder Tee zu trinken, kann dazu beitragen. Bei sekretlösenden Wirkstoffen sind Mittel mit Ambroxol zu bevorzugen.

Gegen Kratzen und Schmerzen im Hals sind keine Medikamente erforderlich. Wichtig: ausreichend trinken, viel Speichel produzieren. Lutschbonbons ohne Zucker, mit Konzentrat aus schwarzer Johannisbeere oder Salbei und Vitamin C, können helfen.

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