Schwitzen für die Gesundheit

Schwitzen für die Gesundheit

TRIER. (red) Der Winter ist die ideale Zeit für die Sauna. Das Schwitzen wirkt angenehm auf Körper und Seele. Die körpereigenen Abwehrkräfte werden durch die extremen Temperaturreize stimuliert. Zugleich kommt der Geist mitten im hektischen Alltag bei einem Saunagang zur Ruhe, rät der e-Balance Physiotherapeut Matthias Thoni.

Die Wirkungsweise der Sauna beruht auf dem gezielten Wechsel von extremer Hitze und Kälte. Bei einer Hitze von bis zu 100 Grad Celsius steigt die Körpertemperatur um etwa ein Grad und die Hauttemperatur um etwa zehn Grad an. Die Gefäße weiten sich und die Durchblutung wird angeregt. Nach jedem Schwitzgang ziehen sich die Gefäße bei einer kalten Dusche oder im Tauchbad wieder zusammen. Dieser Wechsel trainiert die Elastizität der Gefäße und regt den Stoffwechsel an.Zudem wird durch regelmäßige Saunagänge die Bildung von Abwehrzellen im Blut verstärkt.

Die wichtigsten Regeln:

Für gesunde Menschen sind ein bis zwei Saunabesuche pro Woche ideal.

Damit das heiß-kalte Vergnügen seine optimale Wirkung entfalten kann, sollten Sie sich mindestens zwei Stunden Zeit nehmen und vor dem Saunabesuch keine schweren Mahlzeiten zu sich nehmen. Duschen Sie vor dem ersten Saunagang und trocknen Sie sich gründlich ab. Wenn Sie nass in die Sauna gehen, muss erst das Duschwasser verdunsten, bevor Sie mit dem Schwitzen anfangen. Die Dauer der Saunagänge sollten etwa acht bis zwölf Minuten betragen. Grundsätzlich sollten Sie jedoch vor allem auf das eigene Wohlbefinden achten und sich nicht zum Verweilen in der Schwitzkabine zwingen. Mehr als drei Saunagänge sind nicht ratsam.

Direkt nach den Saunagängen ist es am besten, kurz an die frische Luft zu gehen und sich ein bisschen zu bewegen - das regt den Kreislauf an. Gießen oder duschen Sie sich dann kalt ab. Wenn Sie wollen, können Sie anschließend noch ins Tauchbecken gehen. Danach sollten Sie sich auszuruhen! Legen Sie sich mindestens 15 Minuten ruhig und warm eingepackt hin und entspannen Sie sich. Falls Sie kalte Füße bekommen, ist ein warmes Fußbad sehr angenehm.

Tipps zur Sauna

1. Nicht in die Sauna

mit vollem Bauch,

unmittelbar nach körperlicher Anstrengung,

bei Erkältung, Fieber oder Entzündungen.

2. Bei Herzkrankheiten und Venenleiden fragen Sie zunächst bitte Ihren Arzt.

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