Sicher sparen

Turbulenzen der Finanzwelt verunsichern die Anleger. Drei Finanzexperten der Sparkasse beantworteten die zahlreichen Fragen unserer Leser während der TV-Telefonaktion.

Trier. (kat) Ich bin 81 Jahre alt und habe aus einem Immobilienverkauf 240 000 Euro. Wie kann ich das Geld anlegen, ohne ein Risiko einzugehen?Thomas Zwerenz, Sparkasse Trier: Sie sollten kurz- bis mittelfristig und sicher anlegen. In Ihrem Fall könnten Rentenfonds ein Thema sein.Ich schwanke, soll ich meine Aktien verkaufen oder behalten?Thomas Zwerenz: In der momentanen Phase rate ich Ihnen von einem Verkauf ab. Der Markt wird sich in den nächsten Jahren wohl erholen.Ist mein Geld bei den deutschen Banken überhaupt sicher? Horst Schilz, Kreissparkasse Bitburg-Prüm: Hundertprozentig. Wenn Banken dem deutschen Einlagensicherungsfonds angeschlossen sind, sind die Gelder absolut sicher.Gibt es Produkte, die nicht von der Abgeltungssteuer betroffen sind?Horst Schilz: Ja, diese Produkte gibt es. Suchen Sie das Gespräch mit einem Berater.Ich bin Rentner und möchte 8000 Euro anlegen. Was empfehlen Sie mir?Peter Surges, Sparkasse Mittelmosel- Eifel Mosel Hunsrück: Legen Sie das Geld auf ein Jahr auf vier Prozent an, dann gehen Sie kein Risiko ein.Ich bin 57 Jahre alt und möchte 250 000 Euro zur Aufbesserung meiner Rente anlegen.Thomas Zwerenz: Legen Sie den größten Teil - vier Fünftel - in festverzinslichen Wertpapieren an. Den Rest können Sie in Aktien investieren und hoffentlich als Hebel der Performance sehen. Auch ist es empfehlenswert, Immobilenfonds beizumischen. Ihr Berater sollte eine individuelle Strategie mit Ihnen erarbeiten.Ich habe sieben Dax-Aktien. Soll ich sie behalten? Peter Surges: Auf die Jahressicht betrachtet, sieht es um die Dax-Aktien relativ positiv aus. Im zweiten Halbjahr können Sie darüber nachdenken, ob sie das Ganze aufgrund der Abgeltungssteuer in Fonds umschichten wollen. Denn Fonds stehen im Vergleich zu Aktien im Hinblick auf die kommende Abgeltungssteuer in einem erheblichen Vorteil.

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