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Finanzen
Sicher unterwegs

Zum Themendienst-Bericht von Beate Kaufmann vom 15. Mai 2014: Eine Bank- oder Kreditkarte sollte im Urlaubsgepäck nicht fehlen. Denn damit bekommen Touristen in der Regel auch im Ausland unkompliziert an Bargeld.
(Archivbild vom 31.12.2010/Die Veröffentlichung ist für dpa-Themendienst-Bezieher honorarfrei.) 
Foto: Andrea Warnecke
Zum Themendienst-Bericht von Beate Kaufmann vom 15. Mai 2014: Eine Bank- oder Kreditkarte sollte im Urlaubsgepäck nicht fehlen. Denn damit bekommen Touristen in der Regel auch im Ausland unkompliziert an Bargeld. (Archivbild vom 31.12.2010/Die Veröffentlichung ist für dpa-Themendienst-Bezieher honorarfrei.) Foto: Andrea Warnecke FOTO: dpa-tmn / Andrea Warnecke
Trier/Berlin. Wie man die Geldversorgung im Urlaub regelt und was man bei Diebstahl beachten muss. Von Sabine Schwadorf
Sabine Schwadorf

Wer den Urlaub richtig plant, kann ihn in vollen Zügen genießen. Ob Pauschalurlaub oder Abenteuertrip, die Geldversorgung auf Reisen will gut vorbereitet sein. Doch was gehört ins Portemonnaie? Der Sperr-Notruf 116 116 und die Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes geben Tipps für einen sicheren Urlaub.

Das Wichtigste der Experten zuerst: Niemals nur auf ein Zahlungsmittel verlassen! Auf die Mischung komme es an. Je nachdem, wohin die Reise gehe, solle man für verschiedene Lebenslagen gerüstet sein:

Nicht zu viel Bargeld: Für die ersten Ausgaben reichen 100 bis 200 Euro in kleinen Scheinen. Fremde Währungen möglichst nur in Geldinstituten oder offiziellen Wechselstuben tauschen.

Vor der Abreise: Mit der Bank oder Sparkasse klären, ob die Girocard für den Einsatz im Urlaubsland freigeschaltet ist und unter Umständen das Auslandslimit für die Reisezeit anpassen und Details zu Gebühren für Abhebungen und Zahlungen erfragen.

Zwei gültige Zahlungskarten sollten auf Reisen dabei sein, denn nicht jede Karte ist überall einsetzbar und kann auch mal defekt sein.

Geheimzahlen: Urlauber sollten ihre persönliche Pin auswendig lernen. Die Pin-Eingabe immer verdecken und darauf achten, dass ein Sicherheitsabstand zu anderen Personen gegeben ist.

Zahlung: Egal ob beim Bezahlen oder am Geldautomaten: Immer in Landeswährung abrechnen lassen und auf eine Euro-Umrechnung verzichten. Beim Bezahlen immer die Zahlungskarte im Blick behalten und darauf achten, dass man die eigene Karte zurückbekommt.

Achtung! Geldbeutel und andere Wertsachen nicht unbeaufsichtigt in Auto, Hotelzimmer oder in der Ferienwohnung zurücklassen. Bargeld, Zahlungskarten und Ausweispapiere in verschlossenen Innentaschen der Kleidung verteilen oder einen Brustbeutel nutzen. Besonders im dichten Gedränge verstärkt auf die Wertsachen achten.

„Taschendiebe sind immer dort aktiv, wo viele Menschen zusammenkommen, zum Beispiel auf Märkten, Festen, Flaniermeilen oder an vollen Stränden“, sagt Joachim Schneider, Geschäftsführer der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes. Sie arbeiteten sehr häufig in Gruppen, erklärt der Polizeibeamte: „Einer lenkt das Opfer ab, der zweite stiehlt die Wertsachen und übergibt sie an einen Dritten, der unerkannt in der Menge verschwindet.“

Wer den Verlust seiner Zahlungskarten bemerke, sollte umgehend handeln:

Sperrung: Veranlassen Sie die sofortige Sperrung aller Karten. Über den zentralen Sperr-Notruf 0049 116 116 lassen sich alle girocards und die meisten Kreditkarten sperren. Der Sperr-Notruf ist aus Deutschland heraus kostenfrei; Gebühren für Anrufe aus dem Ausland sind abhängig vom ausländischen Anbieter/Netzbetreiber. Alternative Rufnummer aus dem Ausland: 0049 30 4050 4050.

Alternative: Mit der Sperr-App 116 116 können Sie die Daten Ihrer Zahlungskarten speichern und Girocards direkt aus der App sperren.

Anzeige: Zeigen Sie den Diebstahl vor Ort und auch bei der deutschen Polizei an. Diese kann die Girocard für das elektronische Lastschriftverfahren sperren.

Kontrolle: Prüfen Sie sorgfältig Ihre Kontobewegungen, und lassen Sie unrechtmäßige Lastschriften zurückbuchen.

„Mein persönlicher Tipp: Wenn es im Ernstfall schnell gehen muss, hilft der SOS-Infopass! Dieser beinhaltet die wichtigsten Sperr-Rufnummern für Zahlungskarten und man kann eigene Nummern wie die Iban oder die Personalausweisnummer auf ihm notieren. Separat vom Portemonnaie aufbewahrt, erspart er unnötigen Zeitverlust“, rät Margit Schneider, Vorstandsvorsitzende des Sperr-Notrufs 116 116 e.V.