1. Nachrichten
  2. Mehrwert

Smartphone und Hitze: So schützen Sie das Gerät vor Schäden

Sommersonne : So schützen Sie Ihr Smartphone vor Hitzeschäden

Nicht nur Mensch und Tier leiden unter extremen Temperaturen. Auch Smartphones können in der Sommerhitze dauerhafte Schäden davontragen. Was man auf jeden Fall vermeiden sollte.

Sonnenbrand, Hitzschlag oder Sonnenstich sind die üblichen Überhitzungserscheinungen eines Menschen. Aber auch Elektrogeräte finden in der prallen Sommersonne schnell ihre Grenzen. Ein Smartphone in der prallen Sonne drosselt schnell seine Funktionen oder schaltet sich nach einer kurzen Meldung komplett aus. Was im Handy bei Hitze kaputt gehen kann, was man vermeiden sollte und wie man bei Überhitzung reagiert.

Handydisplay und Handyakku leiden bei Hitze

Der hitzeempfindlichste Teil eines Smartphones ist das Display. Die im Display enthaltenen Flüssigkristalle können bei zu viel Hitze ihre Eigenschaft verändern und stellen dauerhaft den Dienst ein. Die Folge ist ein an Stellen verdunkeltes oder komplett ruiniertes Display.

Auch der Akku hat bei steigen Temperaturen schwer zu kämpfen. Je heißer es ist, desto schneller laufen die chemischen Prozesse in den Lithium-Ionen-Akkus ab. Der Akku entlädt sich dadurch bei erhöhter Betriebstemperatur teils doppelt so schnell, wie normal. Außerdem altert der Akku schneller in der Sonne, was die Leistung dauerhaft einschränkt.

Ein Explodieren des Akkus muss man in der Regel jedoch nicht befürchten, da sich die meisten Smartphones aus Selbstschutz von alleine ausschalten. Schäden durch Hitze sind in der Regel nicht durch die Garantie abgedeckt.

Der Todfeind des Smartphones: Das Armaturenbrett

Smartphones und vergleichbare Geräte wie Tabletts, E-Books oder portable Spielekonsolen sollten, ähnlich wie Hunde und Kinder, im Sommer nicht im Auto zurückbleiben. Im geschlossenen Auto werden Temperaturen bis zu 70 Grad erreicht, die die empfohlene, maximale Hitze der meisten Geräte um das doppelte übersteigt. Auch während der Fahrt solle das Smartphone nicht der Sonne ausgesetzt sein. Besonders auf einer schwarzen Armatur und hinter einer Frontscheibe, die das Sonnenlicht bündelt, ist für die meisten Geräte schnell die Grenze erreicht. Wer auf die Navi-Funktion des Smartphones angewiesen ist, sollte es am besten in der Mittelkonsole verstauen. Um auf den Bildschirm verzichten zu können, kann bei Google Maps zum Beispiel die Häufigkeit und der Detailgrad der Ansagen erhöht werden.

Smartphones nicht am Körper tragen

In der engen Hosentasche heizt sich das Smartphone deutlich schneller auf, als in der Tasche oder im Rucksack. Zudem kann Schweiß Geräte beschädigen, die nicht wasserdicht sind. Auch das Entfernen der Hülle hilft dabei, das Smartphone auf einer akzeptablen Betriebstemperatur zu halten.

Strom bedeutet Hitze

Je mehr das Smartphone arbeiten muss, desto heißer wird es. Denn: Strom bedeutet Energie und Wärme. Daher sollten im Sommer alle unnötigen Apps und Funktionen deaktiviert werden. W-LAN und Bluetooth sollten nur dann an sein, wenn man diese auch wirklich braucht. Auch Apps, die viel Rechenleistung benötigen, wie Videoschnittprogramme oder Spiele, heizen das Smartphone schneller auf. Besonders heiß wird es beim Aufladen des Akkus. Dies sollte möglichst im Schatten stattfinden.

Überhitzte Smartphones niemals in den Kühlschrank legen

Schaltet sich das Smartphone wegen Überhitzung von selbst ab, sollte man einige Minuten warten, bevor man es wieder anmacht. Generell gilt: Ist das Smartphone zu heiß für die Hand, hat es eine Pause verdient. Dabei reicht es aus, das Smartphone an einem kühlen Ort im Schatten sich selbst zu überlassen. Eine zu schnelle Abkühlung des Geräts, beispielsweise im Kühlschrank oder Tiefkühlfach, schadet mehr als die Hitze. Legt man ein heißes Smartphone in den Kühlschrank bildet sich im Inneren Kondenswasser, welches das Gerät schnell in einen Klotz Elektroschrott verwandeln kann.