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So bereiten Geldanlagen keinen Kummer

So bereiten Geldanlagen keinen Kummer

Wie sicher ist der Euro? Weshalb bieten Aktien eigentlich einen Inflationsschutz? Das sind zwei der vielen Fragen, die Vermögensberater der Sparkassen aus der Region Trier unseren Lesern am TV-Telefon beantwortet haben.

Trier. Hier dokumentieren wir eine Auswahl an Fragen und Antworten.Was sagen Sie zur Euro-Krise? Was bedeutet das für mich?Hermann-Josef Orth, Vermögensberater bei der Sparkasse Trier: Mein Tipp: Legen Sie Ihr Geld strukturiert an. Das heißt: Achten Sie auf unterschiedliche Laufzeiten und verschiedene Anlageklassen wie Renten, Immobilien oder Aktien. Entscheidend für Ihre Geldanlage sind dabei immer Ihre Risikoneigung und Ihre Lebensplanung.Mein Anlageberater hat mir zu dividendenstarken Aktien geraten. Bisher habe ich nur festverzinsliche Wertpapiere gekauft. Was halten Sie von dem Tipp meines Beraters?Horst Schilz, Vermögensberater bei der Kreissparkasse Bitburg-Prüm:Es ist verständlich, dass Anleger wie Sie, die bisher nur am Rentenmarkt investiert haben, sich schwertun, in eine riskantere Anlageklasse wie Aktien zu investieren. Es gibt allerdings eine ganze Reihe an dividendenstarken Aktien, die mit einem niedrigen Risiko verbunden sind. Dazu gehören Unternehmen mit stabilen Dividendenzahlungen und geringen Kursschwankungen. Informationen zu den entsprechenden Aktien erhalten Sie in der Fachpresse oder im Internet.Weshalb bieten Aktien eigentlich einen Inflationsschutz? Friedhelm Kunz, Vertriebsleiter Vermögensmanagement und Private Banking bei der Sparkasse Mittelmosel Eifel Mosel Hunsrück: Zunächst zahlen gute deutsche Aktien eine Dividende von etwa vier Prozent. Das ist mit sicheren fest verzinslichen Anlagen nicht zu erreichen. Durch den Kauf der Aktie ist man an einer Aktiengesellschaft beteiligt - mit Grundstücken, Gebäuden, dem Know-how der Mitarbeiter sowie einer starken Marktstellung. Damit sind Gesellschaften in der Lage, in inflationären Zeiten die Preise zu erhöhen und somit einen Ausgleich zur Inflation zu schaffen. Wichtig: Mit den Schwankungen von Aktienkursen muss man leben und auch gut schlafen können.Wie sicher ist denn der Euro? Lothar Düx, Vermögensberater bei der Kreissparkasse Vulkaneifel:Wir gehen davon aus, dass der Euro Bestand haben wird und die Krise der Europäischen Währungsunion (EWU) den sukzessiven Übergang zur Haftungs- und Transferunion bringt. Das heißt: Die Starken werden für die Schwachen haften. Ob alle aktuellen Länder Mitglieder der Währungsunion bleiben werden, ist allerdings offen. kat