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So gut schmecken Aufbackbrötchen

So gut schmecken Aufbackbrötchen

Brötchen zum Aufbacken werden gerne als Alternative zur Frischware vom Bäcker genommen. Wie gut die vorbereiteten Semmeln sind, hat die Stiftung Warentest untersucht.

Berlin. (red/td) Brötchenduft ist unwiderstehlich. Mit Aufbackbrötchen lässt er sich im Nu zu Hause herbeizaubern. Durchschnittlich zehnmal im Jahr werden sie in jedem Haushalt in Deutschland in den Ofen geschoben. Die Aufbackbrötchen kommen aus Backfabriken, wo sie auf vollautomatisierten Backstraßen produziert werden.

Wie gut sind Weizenbrötchen zum Aufbacken? Die Stiftung Warentest hat 21 Produkte getestet, darunter sechsmal tiefgekühlte und 15-mal ungekühlte Aufbackbrötchen. Nur "Unsere Goldstücke" von Coppenrath & Wiese sind sehr gut, die "Meister Krüstchen" von Harry fallen durch.

Tiefkühlbrötchen halten bis zu einem Jahr



Von den Brötchen im Test sind die tiefgefrorenen die klaren Favoriten - oft sehr knusprig und intensiv aromatisch. Ihr Geheimnis: Sie wurden in der Backfabrik unter optimalen Bedingungen zu etwa 97 Prozent fertig gebacken. Das passiert in Spezialöfen, in denen eine hohe Luftfeuchtigkeit herrscht. Die Brötchen werden dann bei arktischen Temperaturen schockgefroren.

Tiefkühlbrötchen sind zwar oft eine gute Wahl, aber nach dem Einkauf müssen sie in eine Kühltasche oder ohne Umwege nach Hause gebracht werden. Dort brauchen sie in Tiefkühlfächern oder -truhen viel Platz, können aber acht bis zwölf Monate lagern.

Ungekühlte Aufbackbrötchen sind praktischer. Sie wandern ohne Eile und Kühlung vom Laden in die Küche und halten drei bis zehn Wochen. Im Vergleich zu gefrorenen Brötchen kommen sie aber unvollendeter in den Haushalt. Der Hersteller backt sie nur zu etwa 70 Prozent vor, der Verbraucher erledigt den Rest. Doch unter Umständen bietet der Privatofen für diese letzte, sensible Backphase kein Idealklima. Die Brötchen büßen dann etwa Feuchtigkeit ein, Aromen entfalten sich nicht. Mehl, Wasser, Hefe und Salz - in den Teig für Aufbackbrötchen gehören die gleichen Grundzutaten wie in den Brötchenteig vom Bäcker. Ob er Zusatzstoffe einmengt, erfahren Verbraucher nur auf Nachfrage.

Zusatzstoffe in abgepackten Brötchen müssen aber in der Zutatenliste stehen. Bei 16 der 21 Brötchen im Test ist das der Fall. Interessant: Ohne Zusatzstoffe kommen nur einige der besten und die mit Bio-Siegel aus.

Alle ungekühlten Brötchen sind mit einer Schutzatmosphäre gegen Schimmel und Keime gewappnet. Dabei wird die sauerstoffhaltige Luft in den Tüten durch ein Gasgemisch aus Kohlendioxid und Stickstoff ausgetauscht. Mit Erfolg: Am Mindesthaltbarkeitsdatum war die mikrobiologische Qualität der Brötchen meist sehr gut, selbst bei Haltbarkeitsfristen bis zu 70 Tagen. Auch die tiefgekühlte Konkurrenz war in puncto Keime einwandfrei.

Gute Nachrichten aus dem Labor



Das Labor sendete weitere gute Nachrichten: Alle Brötchen waren im Prüfpunkt Schadstoffe sehr gut. Es kostet Strom, die Brötchen für etwa zehn Minuten im rund 200 Grad heißen Ofen aufzubacken. Es wird umso günstiger, je mehr Brötchen in die Röhre kommen: Solo aufgebacken kostet das preiswerteste 50-Gramm-Brötchen im Test alles in allem um die 16 Cent.

Zusammen mit den fünf anderen aus der Packung aufgebacken, läge der Preis pro Stück bei rund acht Cent. Dafür gibt es keine Brötchen frisch vom Bäcker.

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