Sonnenbrand und Hautkrebs drohen jetzt

Gesundheit : „Ich reagiere auf jede Sonnencreme allergisch“

Das Thema Sonnenbrand und Hautkrebs hat bei der TV-Telefonaktion viele Leser interessiert. Hier eine Auswahl der Fragen:

Bei mir wurde weißer Hautkrebs auf dem Nasenrücken festgestellt? Welche Möglichkeiten der Behandlung gibt es?

Dr. med. Norbert Herrmann, Dermatologe, Allergologe, Phlebologe und Proktologe aus Saarburg: Es gibt mehrere Möglichkeiten.  An erster Stelle steht die Operation. Bei älteren, gebrechlichen Menschen kommt auch eine Bestrahlung infrage, auch eine Lichttherapie sowie die Behandlung mit einer speziellen Creme ist je nach Art des weißen Hautkrebses möglich.

Ich reagiere auf jede Sonnencreme allergisch. Was kann ich tun?

Herrmann: Ich rate Ihnen zu einer Allergietestung. Vorab können Sie selbst testen, an drei Folgetagen zwei Mal dünn Sonnencremes beispielsweise an der Ellenbeuge auftragen und die eingecremte Stelle beobachten.

Wie lange muss ich auf einen Termin beim Hautarzt warten?

Dr. med. Rolf Arnold, Arzt für Dermatologie in Saarburg: Es hängt von der Erkrankung ab. Wir filtern vorab durch ein Gespräch oder den Hausarzt. Sollte der Verdacht auf einen Hautkrebs bestehen, versuchen wir innerhalb von zwei Wochen einen Termin zu vergeben.

Ich habe ein Muttermal, das sich jetzt verändert hat. Ich hatte es vor zehn Jahren dem Hautarzt schon einmal gezeigt. Damals meinte er, es sei unauffällig.

Dr. med. Michael Brisch, Hautarzt, Phlebologe in Trier: Wenn ein Pigmentmal sich verändert, sollten Sie den Arzt aufsuchen. Ein Muttermal kann sich in kurzer Zeit verändern. Wenn Sie viele Muttermale haben, ist das Risiko, einen schwarzen Hautkrebs zu bekommen, erhöht. Sie sollten auch regelmäßig zur Vorsorge gehen.

Kann ich die Sonnencreme vom vergangenen Jahr noch benutzen?

Arnold: Ja, die können Sie noch nutzen. Es sei denn, sie ist ranzig oder riecht schlecht.

Ich habe immer draußen gearbeitet. Auf Stirn und Glatze habe ich einige verhornte Stellen. Was kann das sein?

Herrmann: Das ist wahrscheinlich eine Vorstufe des weißen Hautkrebses, sogenannte Lichtschwielen.
Suchen Sie einen Arzt auf und lassen Sie die Stellen behandeln.
Und informieren Sie sich zudem auch, ob die Erkrankung dann als Berufskrankheit anerkannt werden kann.

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