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Sparen ist angesagt, aber nicht bei Reisen

FOTO: © Rainer Sturm / pixelio.de
Die deutschen Bürger wollen in Zukunft lieber mehr sparen und weniger konsumieren - zu diesen Ergebnissen kommt eine Umfrage der BAT-Stiftung, in deren Rahmen 3000 Menschen ab 14 Jahren auf ihr Freizeitverhalten angesprochen wurden. Am meisten sparen wollen die Deutschen beim Besuch kultureller und gastraonomischer Einrichtungen.

Auf eine Person, die künftig höhere Geldausgaben für Kino-, Konzert- oder Theaterbesuche einplant, kommen sieben andere der Befragten, die in diesen Dingen eher Einsparungen machen wollen. Jeder vierte Befragte möchte weniger Geld beim Besuch von Restaurants, Kneipen und Discos ausgeben. Danach stehen Mobiltelefone auf der Liste der Dinge, bei denen Sparmaßnahmen vorgesehen sind.

Beim Thema Reisen zeigen die Deutschen dagegen viel geringeren Sparwillen: 17 Prozent der Befragten geben zwar an, dass sie für den Urlaub künftig weniger Geld hinlegen möchten, demgegenüber wollen aber immerhin 15 Prozent unter den Befragten auch mehr Geld in den Urlaub investieren. Bei Mobilität, Gesundheit oder Essen und Trinken möchten viele Leute ebenso wenig Abstriche machen. Angst vor der Zukunft und realistische Einschätzungen bezüglich der eigenen Einkommensverhältnisse seien die zwei zentralen Gründe für die Sparpläne. Der Ausgang der Befragung deckt sich mit den Ergebnissen der Internationalen Gutscheinstudie von Deals.com, bei der 10.000 Menschen aus 10 Ländern, darunter 1.000 Deutsche, im Juni 2013 von Ipsos Mori zu ihren Einkaufsverhalten befragt wurden. Gemäß der Studie sei es 64 Prozent der Deutschen wichtig, im Alltag zu sparen. Im Ranking der sparsamsten Länder liegen nur noch Frankreich, China, Kanada und an der Spitze Australien weiter vorne.

Reisewille ist ungebrochen

Gestützt werden die Ergebnisse der Umfrage vom aktuellen ADAC Reisemonitor 2013, für den rund 4000 Mitglieder zu ihrem Reiseverhalten vom Meinungsforschungsunternehmen TNS Infratest befragt wurden. Demnach seien knapp zwei Drittel der Deutschen (65 Prozent) nicht bereit, beim nächsten Haupturlaub finanziell zurückzustecken. Weder bei Deutschlandreisen (62 Prozent) noch bei Europareisen (über 64 Prozent) und Fernreisen (75 Prozent) wollen sie den Gürtel enger schnallen. Die Urlaubsausgaben variieren dabei laut den Marktforschern stark nach der jeweiligen Reiseart: Rundreisen seien mit rund 3.500 Euro am teuersten, ein Badeurlaub schlage mit 2.300 Euro zu Buche, Städtereisen mit 2.000 Euro und Wanderreisen mit 1.800 Euro. Mit einem Heimaturlaub kommen Familien nach der Untersuchung am günstigsten weg: 1.700 Euro muss eine vierköpfige Familie durchschnittlich für einen Urlaub im eigenen Lande veranschlagen. Reisen ins europäische Ausland kosten im Schnitt 2.300 Euro, Fernreisen 4.000 Euro.

Der ADAC Reisemonitor zeigt eine seit 2012 fortsetzende Tendenz an, bereits im Vorjahr demonstrierten die Deutschen nämlich eine verblüffende Reiselust trotz Eurokrise. Insgesamt rund 63 Milliarden Euro ließen sich die Deutschen Reisen von fünf Tagen und länger kosten. Hinzukommen Ausgaben von gut 20 Milliarden Euro für Kurzreisen. Mit Blick auf den Reisemonitor 2011 zeichnete sich schon ab, dass das Reisen das Letzte ist, bei dem die Deutschen aufs Geld achten wollen.

Frühbucherrabatte für Winterurlaub

Wenn den Deutschen Sparangebote gemacht werden, so zeigt sich, schlagen sie dennoch nach wie vor gerne zu. Nach der Studie von Deals.com stellen Preisreduzierungen (58 Prozent), Produktbewertungen (48 Prozent) und Lieferbedingungen (43 Prozent) den größten Einflussfaktor bei der Kaufentscheidung dar. Möglichkeiten, beim Reisen zu sparen, gibt es zudem viele. So ist beispielsweise im September die Frühbuchersaison für den Winterurlaub gestartet, die laut BSW-Reisebüro noch bis zum 31. Oktober 2013 mit zahlreichen Schnäppchen bei Reisen aufwartet.

Generell wird Reisewilligen empfohlen, ihre Flugtickets mindestens rund zwei Monate vor dem Abflugtermin zu kaufen, da sie in dieser Zeitspanne am günstigsten sind. Weiter im Voraus und näher am Reiseantritt steigen die Flugpreise hingegen wieder. Hierbei lohnt es sich vor allem immer mal wieder im Internet, wie z.B. auch bei http://www.deals.com/weg-de, zu schauen. Mit attraktiven Gutscheinen, die man zeitgleich mit der Buchung online einlösen kann, können Frühbucher noch einmal satte Rabatte rausholen. Neben klassischen Wintersportzielen stehen für die Wintersaison Fernreisen abseits des Massentourismus hoch im Kurs. Das BSW-Büro rät zu Reisen in den Süden Omans, in die Kapverdischen Inseln und nach Vietnam, wer gleichzeitig in den Genuss von asiatischer Kultur und Strandurlaub kommen möchte.