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Stromfresser und gierige Anbieter

Stromfresser und gierige Anbieter

100 Anrufer, 100 Tipps: Der Verbraucher muss nicht ohnmächtig zusehen, wie die Strom- und Gaspreise nach oben schnellen. Drei Experten der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz halfen unseren Lesern am TV-Telefon weiter.

Trier. (red ) Im Folgenden die interessantesten Fragen und Antworten: ? Was mache ich, wenn der neue Anbieter pleite geht? Sitze ich dann ohne Strom da? Hans Weinreuter, Energiereferent der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz: Nein, das wird nicht passieren. Sollte der Stromversorger keinen Strom mehr liefern, springt automatisch der örtliche Grundversorger ein und übernimmt die Belieferung der betroffenen Kunden. Es gibt kein Risiko, nach dem Wechsel ohne Strom dazustehen. ? Wir haben Nachtspeicherstrom und möchten den Anbieter wechseln. Geht das überhaupt? Fabian Fehrenbach, Honoraranwalt für Energierecht bei der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz: Wenn Sie zwei Zähler haben, einen für den Hoch- und einen für den Niedertarif, dann können Sie im Hochtarif wechseln. Wenn Sie nur einen Zähler haben, was eine technische Besonderheit ist, geht es nicht. ? Unser Sohn hängt ständig am PC rum. Es behauptet, "das Ding braucht ja nix". Was verbraucht ein Computer tatsächlich, und kann man auch in diesem Bereich Energie sparen?Bernhard Andre, Honorarenergieberater der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz: Das hängt von mehreren Faktoren ab. Etwa, wie viele Peripheriegeräte noch angeschlossen sind. Überprüfen Sie mal, ob Sie die wirklich alle brauchen. Auch sind im Bereich der PC-Monitore Flachbildschirme sparsamer als Röhrengeräte. Energie kann auch gespart werden, wenn Sie einen Energiesparmodus einstellen. Um den Verbrauch festzustellen, sollten Sie Ihren Stromzähler ablesen, eine Woche lang morgens und abends. ? Worauf muss ich achten, wenn ich den Anbieter wechsle?Hans Weinreuter: Vereinbaren Sie keine zu lange Laufzeit, nicht länger als ein Jahr. Die Kündigungsfrist sollte nicht mehr als einen Monat betragen. Supersparangebote sind mit Vorsicht zu betrachten, denn es könnte sein, dass die Preise nicht kostendeckend kalkuliert sind, so dass Erhöhungen zu erwarten sind. Es gibt auch Anbieter, die den künftigen Jahresstromverbrauch teilweise oder gesamt im Voraus in Rechnung stellen. Doch Vorsicht, denn gehen diese Anbieter pleite, ist das gezahlte Geld auch weg. Und verbrauchen Sie weniger als die vereinbarte Abnahmemenge, bekommen Sie das zuviel gezahlte Geld nicht zurück. Weitere Informationen zu Stromanbieterwechsel und Energiesparmaßnahmen erhalten Sie übrigens im Internet unter der Adresse www.verbraucherzentrale-energieberatung.de.