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Stromkraft als Anschubhilfe

Stromkraft als Anschubhilfe

Mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren, ohne verschwitzt anzukommen? Auf der Radtour mit leistungsstarken Fahrern mithalten können? Das versprechen Elektrofahrräder, die die Stiftung Warentest geprüft hat.

Trier. (red/td) Sieben der Elektrofahrräder, sogenannte Pedelecs, wurden in einem Praxistest über 3000 Kilometer erprobt. Der Elektromotor ist auf eine Leistung von 250 Watt begrenzt und schaltet sich automatisch ab, wenn der Radler die für Pedelecs zulässige Höchstgeschwindigkeit von 25 Kilometern pro Stunde erreicht hat. Im Unterschied zu den schnelleren E-Bikes ohne Tempobegrenzung ist für Pedelecs weder ein Führerschein noch eine Versicherung mit Kennzeichen erforderlich. Auch eine Helmpflicht für den Fahrer besteht nicht.

Neuer Akku kostet bis zu 680 Euro



Die Reichweite des Lithium-Akkus liegt meilenweit über der alter Bleibatterien. Der Fortschritt hat indes seinen Preis: Muss der Kraftspender ersetzt werden, kostet das rund 500 bis 680 Euro. Geht man davon aus, dass die Akkus ungefähr 500 bis 700 Mal aufgeladen werden können, fallen die Kosten für den Ersatzakku nach zwei bis vier Jahren an.

Der Akku ist die Schwachstelle der Elektrofahrräder, weil seine Kapazität je nach Fahrweise oft nicht lange reicht. Wer nur einen geringen Unterstützungsgrad des Elektroantriebs vorwählt, kommt mit dem vollen Akku des KTM-Rades bis zu 100 Kilometer weit. Wer aber schaltfaul immer den höchsten Unterstützungsgrad abfordert, dem geht mit demselben Rad schon nach etwas über 20 Kilometern der Saft aus.

Bremsen ist gewöhnungsbedürftig



Wer bei leerem Akku notgedrungen mit reiner Pedalkraft weiterfahren muss, der spürt das Mehrgewicht von fünf bis zehn Kilogramm, die durch Akku, Motor und Steuerelektronik gegenüber einem normalen Fahrrad entstehen. Davon abgesehen ließen sich KTM und Matra auch ohne Motorunterstützung noch passabel fahren. Wer das Rad über die Treppe aus dem Keller hieven muss, sollte auf das Gewicht achten, das bei den geprüften Pedelecs zwischen 24 und fast 30 Kilogramm liegt.

Wenn schon schwer, dann sollte das Gewicht wenigstens gut verteilt sein, zum Beispiel durch die Platzierung von Akku und Motor in der Nähe des Tretlagers. Hecklastig ist das Rad mit Motor im Hinterrad und Akku unter dem Gepäckträger. Mit dem Hinterradmotor lassen sich auch nur bestimmte Schaltungen kombinieren.

Beim Giant und Schachner sitzt der Motor vorn. Mit Vorderradnabenmotor kann der Fahrer jede Schaltung und auch eine Rücktrittbremse verwenden. Gewöhnungsbedürftig ist aber, wenn das Vorderrad "zieht" und bei glattem oder sandigem Untergrund in Kurven wegrutschen kann.

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