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Studie: Kauf von E-Books geht nicht zulasten gedruckter Bücher

Studie: Kauf von E-Books geht nicht zulasten gedruckter Bücher

Bedeuten E-Books das Aus für gedruckte Bücher? Einer aktuellen Umfrage zufolge ist das nicht der Fall. Im Gegenteil ergibt sie: Wer E-Books kauft, schätzt auch weiterhin das gute alte Buch.

E-Book-Leser kaufen nach einer Studie der Universität Hamburg auch weiterhin gedruckte Bücher. „Eine Kannibalisierung gedruckter Bücher findet kaum statt“, schreiben die Autoren einer zur Frankfurter Buchmesse (10. bis 14. Oktober) veröffentlichten Untersuchung des Instituts für Marketing und Medien. Demnach kaufen 22 Prozent der E-Book-Nutzer auch mindestens drei gedruckte Hardcover-Bücher im Jahr - verglichen mit 15 Prozent der Befragten, die keine E-Books lesen.

Bei Taschenbüchern sind die Unterschiede geringer. Wer E-Books lese, kaufe generell mehr Bücher, erklären die Forscher. Dabei werden die gedruckten Bücher vor allem zu Hause, E-Books meist unterwegs gelesen.

Für E-Books geben die Nutzer durchschnittlich 50,62 Euro im Jahr aus. Für gedruckte Bücher sind es 115,67 Euro - bezogen auf alle Käufer. Bevorzugter Online-Shop für den Kauf von E-Books ist der Studie zufolge mit großem Abstand Amazon - hier kauften 79 Prozent der Befragten zumindest einmal ein.

Danach folgen bei möglicher Mehrfachnennung Thalia (24 Prozent), Weltbild/Hugendubel (20 Prozent), der Apple-Shop iTunes (19 Prozent), das nichtkommerzielle Projekt Gutenberg (7 Prozent), Libri.de (7 Prozent) und der Online-Shop der eigenen Buchhandlung (6 Prozent). Für die Studie wurden insgesamt mehr als 2500 Menschen befragt, unter ihnen 1157 E-Book-Leser.

Webseite zur Frankfurter Buchmesse