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Tipps von der TV-Gartenexpertin

Garten : Im Advent sieht man gerne rot

Das wolle sie doch jetzt mal wissen, meint eine Frau, die vor einer Auslage mit Scheinbeeren stehen geblieben ist: Was soll das für eine stimmungsvolle Pflanze sein, die ihre roten Kullerbeeren jetzt überall so adventlich heraushängen lässt?

Das immergrüne Zwerggehölz mit dem botanischen Namen Gaultheria präsentiert seinen Fruchtbehang tatsächlich wie Kugeln am Weihnachtsbaum. Ein anderer Name ist Niederliegende Rebhuhnbeere. Und irgendwie duckt sich die kompakte Art ja wirklich wie ein Rebhuhn in Deckung. Das macht den Zwergstrauch zum idealen Lückenfüller in diversen Arrangements.

Zu den festlich roten Beeren gesellt sich eine auffallend bronzerote Winterfärbung der lederartigen Blätter. Dabei bleibt immer ein Teil des Laubs dunkelgrün.

Das sind die perfekten Farben für die kommende Weihnachtszeit – jene Zeit in der man vielleicht Wildbraten mit Preiselbeeren isst. Preiselbeeren, genau! Hat diese Gaultherie nicht Ähnlichkeit mit unseren heimischen Preiselbeerpflanzen? Ganz falsch liegt man nicht. Beide teppichbildenden Beeren-Zwergsträucher gehören zur gleichen Familie der Heidekrautgewächse. Das ist gut zu wissen, wenn man die Scheinbeere später auspflanzen will. Im Garten liebt sie einen eher sauren, torfig-humosen Boden.

Im saisonalen Arrangement kommt die robuste Pflanze kurzfristig mit normaler Blumenerde klar. Ihre roten Beeren halten über den ganzen Winter. Von Vögeln werden sie wegen des hohen Gehalts an ätherischem Öl gemieden. Das ist umso erstaunlicher, weil sie essbar sein sollen. In ihrer Heimat Amerika verwendet man die roten Beeren angeblich als Dekoration von Fruchttorten. Aber wer will sich schon des Beerenschmucks berauben, der so schön in die Adventszeit passt.

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