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Tipps von der TV-Gartenexpertin

Garten : Hecken kürzen und Gräser schneiden

Und Schnitt! Nach der Winterpause übernimmt man im Garten wieder die Regie. Das Drehbuch ist jedes Jahr das gleiche und beginnt mit einer Serie an Schnittarbeiten:

Laubgehölzhecken- und grüne Wände aus Lorbeerkirsche bekommen einen ersten Formschnitt. Radikale Verjüngungskuren, bei denen lebende Zäune und Gebüsche auf den Stock gesetzt werden, müssen bis Ende Februar erledigt sein. Danach greift der Vogelschutz und auch im Garten sind nur noch schonende Pflegeschnitte erlaubt, wie der normale Heckenschnitt bei einer Thuja-Hecke, die man lediglich einkürzt. Schneidet man zu tief ins alte Holz, treibt sie wie viele Nadelgehölze nicht mehr aus.

Dann geht’s zu den Josta- und Johannisbeeren. Grob gesagt, kappt man beim Schnitt im ausgehenden Winter zwei bis drei alte Triebe bodennah.

An sommerblühenden Ziersträuchern wie Deutzien, Weigelien und Pfeifenstrauch steht der Auslichtungsschnitt an. Dabei nimmt man alle abgestorbenen Äste, kranke und schwache Triebe heraus und entfernt etwa ein Drittel der ältesten Zweige, um mehr Licht und Luft ins Geäst zu lassen.

Mit Sommerflieder, Bartblume, Fingerstrauch und Sommerspiere warte ich noch vier, fünf Wochen länger mit dem Rückschnitt. Um den kalendarischen Frühlingsanfang werden sie etwa um die Hälfte eingekürzt.

Baum-Hortensie Annabelle und Rispen-Hortensie kommen irgendwann dazwischen dran. Sie können im Unterschied zur Bauernhortensie, der man nur die alten Blütenbälle abschneidet, im zeitigen Frühjahr bis auf eine Handbreit über dem Boden runtergeschnitten werden.

Höchste Zeit ist es dagegen für die Gräser. Sobald die ersten bunten Frühlingsblüher erscheinen, mag man die ausgeblichenen Blattskulpturen nicht länger sehen. Was über die Wintermonate dekorativ war, wirkt jetzt störend. Also, weg damit, und zwar dicht über dem Boden. Ausnahme sind die wintergrünen Gräser wie Schwingel und Seggen. Sie werden lediglich mit den Händen ausgekämmt. Aber Vorsicht: die Blattränder sind teils messerscharf. Handschuhe bei den Schnittarbeiten zu tragen, ist ohnehin professioneller.

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