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Unsere Kolumnistin gibt Garten-Tipps

Garten : Geschmackvolle Rosenblütenblätter

Normalerweise soll man seine Nase nicht in alles stecken. Sieht man eine Rose, ist es aber ein Reflex. Von Rosenblüten erwartet man, dass sie gut duften. Und viele tun das auch.

Häufig haben die alten Damaszener-Rosen oder „die Tausendblättrigen“ Zentifolien-Rosen die Nase vorn. Wenn sie nur nicht so staksig im Garten rumstehen würden. Doch neuere Züchtungen holen auf. Duft ist wieder angesagt. So finden sich auch unter attraktiveren Beet-, Strauch- und Kletterrosen regelrechte Aromaträger. Das Parfüm lässt sich konservieren. Zwar behalten sie ihren Duft nicht wie die Moschusrosen in getrocknetem Zustand. Aber zu Rosenwasser destiliert, zu Rosenlikör angesetzt, als Sirup eingekocht oder Gelee abgefüllt, parfümieren sie Speisen fast so wie man es zuvor erschnuppert hat. Geeignet sind alle stark duftenden Rosen. Gepflückt wird am Vormittag, sobald der Tau abgetrocknet ist. Unter der Kraft der Sonnenstrahlen verflüchtigt sich das ätherische Öl der Blüten schnell und das Aroma verfliegt. Was die Dornen oder botanisch korrekt Stacheln am Rosenbusch für die Hände bedeutet, sind die weißen Ansätze der Blütenblätter. Sie schmecken oft bitter. Deshalb schneidet man sie heraus. Bei 500 Gramm duftender Rosenblütenblätter auf ein Kilogramm Zucker, einen halben Liter Wasser und den Saft von zwei Zitronen für das Rosensirup, hat man da schon was zu tun. Dafür geht die Zubereitung schnell: Blütenblätter in das kochende Wasser geben, eine Minute aufwallen lassen. Zucker hinzufügen und kochen bis sich der Zucker aufgelöst hat. Zitronensaft zufügen, wieder kurz aufkochen und sofort in kleine Fläschchen füllen. Will man auf die Schnelle etwas Außergewöhnliches auf die Tafel zaubern, dekoriert man das Dessert mit duftenden Rosenblüten. Essbar ist jede unbehandelte Rose. Bei mir landet Bienenweide weiß auf dem Eisbecher. Sie riecht herrlich fruchtig.

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