Urlauberrechte, zusammengefasst von der Rechtsanwaltskammer.

Rechtskolumne : Ihr Recht im Urlaub

Der Flug ist überbucht, das Hotelzimmer schimmelt, und der Reisevermittler geht bankrott. All das kann die Urlaubsfreude dämpfen. Doch in vielen Fällen stehen Urlaubern Entschädigungen zu. Urlauber sollten wissen, welche Rechte sie haben und auf was sie achten sollten.

Rücktritt bei Preissteigerung

Das Reiserecht sieht vor, dass sich der Preis der Reise nach Vertragsabschluss bis 20 Tage vor Reiseantritt um bis zu acht Prozent erhöhen darf. Gründe dafür können erhöhte Treibstoffkosten oder Wechselkursschwankungen sein. Reisende, die von einer solchen Preiserhöhung betroffen sind, erhalten kein Rücktrittsrecht.

Zügig buchen

Bucht ein Kunde bei einem Online-Anbieter mehrere Leistungen separat, sollte er darauf achten, diese innerhalb von 24 Stunden zu buchen. Dann handelt es sich um die Vermittlung verbundener Reiseleistungen mit besonderen Pflichten für den Vermittler. Zwar gilt für diese nicht der volle Schutz des Pauschalreiserechts, dennoch genießt der Kunde einen Basisschutz mit einer Informationspflicht darüber, dass keine Pauschalreise vorliegt sowie eine Absicherung gegen eine Insolvenz des Reisevermittlers.

Längere Fristen für Schadensersatz

Bucht ein Verbraucher eine Pauschalreise, hat er nach dem aktuellen Reiserecht bessere Chancen, Schadenersatz zu fordern als früher. Denn für Preisminderungen und Schadenersatzansprüche ist 2018 die einmonatige Verjährungsfrist weggefallen. Es ist nun nur noch die früher geltende zweijährige Verjährungsfrist zu beachten. Nach wie vor sind allerdings Mängel vor Ort zu rügen und Abhilfe zu verlangen.

Im Zweifel sollten Betroffene einen Anwalt aufsuchen. Spezialisierte Anwälte nennt die Rechtsanwaltskammer Koblenz, Telefon 0261/30335-55 oder der Anwaltsuchdienst www.rakko.de

Online-Verbraucherportal https://ihr-ratgeber-recht.de

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