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Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz gibt Tipps zum Einfrieren.

Ernährungskolumne : Sommergemüse im Winter

Ob Blumenkohl, Bohnen, Möhren oder Mangold – jetzt zur späten Sommerzeit ist das Angebot an frischem Gemüse richtig üppig. Vielleicht liefert auch der Hausgarten mehr Ertrag, als sich frisch verbrauchen lässt.

Eine gute Möglichkeit, überschüssiges Gemüse haltbar zu machen, ist das Einfrieren. Längst hat diese Methode der Konservierung das traditionelle Einkochen von früher abgelöst. Der Vorteil liegt auf der Hand: Nährstoffe, Aroma und Aussehen bleiben besser erhalten.

Das gilt besonders, wenn das gewaschene und geputzte Gemüse zusätzlich blanchiert wird. Dabei kommt es für kurze Zeit in sprudelnd kochendes Wasser und wird unmittelbar danach in Eiswasser rasch abgekühlt. So wird der Kochprozess sofort gestoppt.

Die Dauer des Erhitzens hängt von der Sorte ab: nur ein paar Sekunden für Mangold bis wenige Minuten für Möhren, so dass sie möglichst knackig bleiben. Blanchieren bewirkt, dass anhaftende Keime reduziert und zelleigene Enzyme deaktiviert werden, außerdem bleibt die Farbe erhalten.

Die Mühe lohnt sich also. Die Haltbarkeit wird verlängert und es gehen weniger Vitamine verloren. Übrigens eignet sich der Zwischenschritt nicht für Kräuter, Zucchini oder Pilze – sie landen direkt im Gefrierschrank.

Woher stammt eigentlich der Begriff blanchieren? „Blanchir“ bedeutet im französischen neben „reinwaschen“ auch „weiß machen“. Das bezieht sich wohl eher auf das kurzzeitige Kochen oder Brühen von Fleisch, das durch die Hitze eine helle Färbung annimmt.

Von wegen altmodisch: Einkochen in Weckglas und Co. ist bei jungen Menschen übrigens richtig trendy. Fleißig werden Rezepte und Fotos im Internet oder in Sozialen Netzwerken veröffentlicht. Schön, dass das Know-How nicht verloren geht.

Wer wissen will, welches Obst oder Gemüse gerade Saison hat, findet unter www.verbraucherzentrale-rlp.de/saisonkalender einen entsprechenden Kalender.

Susanne Umbach ist Ernährungsberaterin der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz.

Weitere Kolumnen finden Sie unter www.volksfreund.de/kolumne