Verwirrspiel um Hygiene-Ampel geht weiter

Verwirrspiel um Hygiene-Ampel geht weiter

Eine bundesweit einheitliche Hygiene-Ampel in der Gastronomie wird es weiter nicht geben. Der Mainzer Verbraucherschutzminister Jochen Hartloff (SPD) strebt jetzt eine Landeslösung an.

Das Gezerre um die Einführung eines bundesweiten Sauberkeitssiegels für die Gastronomie geht weiter. Das Ergebnis eines am Freitag zu Ende gegangenen Treffens der Verbraucherschutzminister ist, dass es in punkto Hygiene-Ampel kein Ergebnis gibt. "Es gibt Bundesländer, die wollen die Ampel einführen, es gibt Länder, die sind dagegen. Und es gibt Bundesländer, die wollen es den Betrieben überlassen", beschreibt ein Teilnehmer die Gemengelage. Immerhin will Bundesministerin Ilse Aigner (CSU) den Ländern jetzt ermöglichen, dass diese den Aushang der Kontrollergebnisse zur Pflicht machen können.
Der Mainzer Verbraucherschutzminister Jochen Hartloff (SPD) kündigte daraufhin die Gründung eines Runden Tischs zum Thema Hygienebarometer an. Gleichzeitig warnte er vor einem Verwirrbarometer, weil jedes Bundesland womöglich eigene Standards definiere. "Wir brauchen einheitliche Maßstäbe", sagt der Minister.
"Wir brauchen keine Hygiene-Ampel, sondern mehr Personal bei der Lebensmittelkontrolle", meint Gereon Haumann, der Präsident des Landesgaststättenverbands Dehoga. Er wirft Hartloff vor, "etwas verwirrt zu sein". Einerseits kündige der Minister einen Alleingang an, andererseits spreche er sich gegen einen Flickenteppich aus. "Das ist doch widersprüchlich", sagt Haumann. sey