Was tun mit dem vielen Herbstlaub? Gartenkolumne mit vielen Tipps und Tricks.

Gartenkolumne : Wasserleitungen abdrehen

Wenn man an einem stürmischen Herbsttag drinnen sitzen muss, kann man schon mal nachdenklich werden.

Beim Aufräumen des Schreibtisches habe ich Zettel mit fakultativen Terminen gefunden, also solchen, die im eigenen Ermessen liegen. Alle Fristen waren abgelaufen. Ich atmete auf. Ist es nicht immer wieder schön, wie sich Dinge von selbst erledigen, wenn man sie nur lange genug hinausschiebt?! Ich fürchte nur, beim Abdrehen der Außenwasserleitungen im Garten werde ich mit der „Prokrastinations-Technik“ nicht weiterkommen. Das zungenbrecherische Wort, dessen englische Entsprechung das Zögern und Zaudern beschreibt, ist ein Fachbegriff, der einem immer häufiger begegnet. Unsere Großeltern trieben ihren Kindern das pathologische Phlegma, also die krankhafte Trägheit, mit der Anweisung aus: „Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen!“ Und tatsächlich ist es in diesem Fall ja so: Ist man zu spät dran, drohen Außenleitungen bei starkem Frost zu bersten. Deshalb habe ich mir die Schritt-für-Schritt Anleitung meines Klempners aufgeschrieben. Man muss die sorgfältig laminierte Gebrauchsanweisung jetzt nur noch von der Wand nehmen und an der Hauptleitung im Heizungskeller beginnen. „Zum Winter“, heißt es dort: Rad der Wasserleitung für den Garten zuschrauben. Ins Gartenräumchen gehen, einen Eimer unter den Wasserhahn hängen (es kann noch was raustropfen), aufdrehen und aufgedreht lassen. Nun – und das ist das Entscheidende – zurück im Heizungskeller, das Ventil an der Wasserleitung neben dem Rad unten rechts am Rädchen aufdrehen. Auch hier hängt ein Eimer drunter. Erstaunlich wie viel Wasser da noch rausläuft. Das Ventil bleibt aufgedreht. Wegen eines geschlossenen Ventils über Winter hatten wir nämlich mal einen Wasserschaden. Und da muss man sofort handeln.

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