1. Nachrichten
  2. Mehrwert

Was tun mit den übriggebliebenen Ostereiern? Wir geben Tipps.

Ernährungskolumne : Ostereier kreativ verwerten

Das Osterfest haben viele Familien in diesem Jahr ganz anders verbracht als sonst. Statt zu verreisen, Verwandte zu besuchen oder in großer Runde zu feiern lautete die Devise: zu Hause bleiben, mit Kindern basteln, Eier färben und suchen.

Aber was mit den hartgekochten Eiern anfangen, die nach dem Osterfest noch übrig sind? Kein Problem, mit ein bisschen Kreativität lassen sich aus den kleinen Allround-Talenten viele leckere Gerichte zaubern: Sie eignen sich etwa als Einlage für cremige Suppen und schmecken ebenso auf einer Tarte mit Rucola, Ziegenfrischkäse und Spargel. Auch im Salat machen gekochte Eier eine gute Figur. Knackige Gartensalate, vielleicht schon aus heimischem Anbau bekommen je nach Geschmack Gesellschaft von blanchierten Brokkoliröschen, Kohlrabi, Radieschen und gerösteten Sonnenblumenkernen – so wird ganz schnell eine sättigende und leichte Mahlzeit daraus. Oder wie wäre es mit einem Eiersalat mit Schalotten und Kapern? Er schmeckt wunderbar zu Ofengemüse aus Rote Bete und Möhren.

Selbst Wraps und Sandwiches können mit gekochten Eiern aufgepeppt werden. Ein Ei mit Frischkäse pürieren und auf die Fladen- oder Brotscheiben streichen. Anschließend nach Lust und Laune mit Käse, Salat, Paprika, Gurke, Zwiebelringen und in Scheiben geschnittenen Eiern füllen. Für die richtige Würze sorgen Zitronensaft, Salz, Pfeffer und frische Kräuter wie Minze und Petersilie.

Ein Küchenklassiker aus Omas Zeiten sind Eier in Senfsoße, die sich einfach und schnell zubereiten lassen. Butter schmelzen, mit Mehl bestäuben und rühren, bis die Butter goldgelb gefärbt ist. Anschließend mit Gemüsebrühe ablöschen, Sahne und Senf hinzugeben, kurz aufkochen und abschmecken. Die Eier in der Soße warmhalten und mit Kartoffeln servieren. Die Hessen essen zu Kartoffeln und hart gekochten Eiern gerne ihre „Grie Soß“. In die klassische grüne Soße gehören traditionell sieben Kräuter: Kerbel, Petersilie, Pimpinelle, Sauerampfer, Schnittlauch, Kresse und Borretsch.

Übrigens sind hart gekochte Eier länger haltbar als manche denken. Im Kühlschrank bleiben sie mindestens zwei Wochen frisch. Frische Eier sind sogar bis zu vier Wochen nach dem Kochen einwandfrei, wenn sie nicht abgeschreckt wurden. Ist die Schale verletzt, sollten diese Eier zuerst gegessen werden. Denn durch Risse können wie durch das Abschrecken Keime in das Ei eindringen.

Susanne Umbach ist Ernährungsberaterin der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz.

www.volksfreund.de