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Ernährung
Weihnachtszeit ist Plätzchenzeit

Susanne 
Umbach.
Foto privat
Susanne Umbach. Foto privat FOTO: Stefan F. Saemmer
Die Adventszeit hat begonnen, und es duftet nicht nur auf dem Weihnachtsmarkt nach frischgebackenen Plätzchen – auch die heimischen Küchen verwandeln sich in den Wochen vor Weihnachten in wahre Backstuben.

Der Duft von frischgebackenen Vanillekipferln, Spritzgebäck und Co. wandert durch die Wohnungen. Eine wichtige Backzutat, insbesondere bei den Vanillekipferln, ist der Vanillezucker. Aber wie unterscheiden sich eigentlich Vanillin- und Vanillezucker?

Die meisten Plätzchenbäcker haben den Vanillinzucker im Regal stehen. Dieser ist wesentlich preiswerter als Vanillezucker, unterscheidet sich jedoch in der Herstellung und in der Qualität vom Original.Vanillinzucker besteht aus Zucker und dem Aromastoff Vanillin. Dieser ist der Hauptbestandteil des typischen Geruchs und Geschmacks aus der Vanilleschote. Vanillin kann künstlich hergestellt werden oder aus natürlichen Quellen stammen. Die natürliche Quelle muss jedoch nicht unbedingt ein Lebensmittel sein und erst recht nicht die Vanilleschote, denn die Herstellung aus der Vanille ist teuer. Man kann Vanillin etwa mit Hilfe von Mikroorganismen aus Zuckerrübenschnitzeln produzieren. Die Vanille enthält außer Vanillin allerdings ein großes Spektrum weiterer Aromastoffe.

Vanillezucker dagegen enthält gemahlene Vanilleschoten, die Kapselfrüchte der Vanille, erkennbar an den „schwarzen Pünktchen“. Damit bekommt der Zucker das gesamte Spektrum der vielen Geschmacks-und Geruchsstoffe ab und nicht nur das Vanillin-Aroma.

So leicht lässt sich Vanillezucker selber herstellen: Man nehme eine Vanilleschote, schneidet sie längs auf und kratzt das Mark mit einem Messer heraus. Das Innere und die Hülle der Schote werden mit normalem Haushaltszucker vermischt und in einem gut verschlossenen Gefäß aufbewahrt.

Susanne Umbach, Ernährungsberaterin der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz

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