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Weitere geplatzte Waschmaschinen

Weitere geplatzte Waschmaschinen

Die Affäre um beim Schleudern geplatzte Candy-Waschmaschinen (der TV berichtete) zieht Kreise. Möglicherweise sind mehr Waschmaschinen als das Modell Candy GO 1460 D betroffen. test.de bittet Betroffene, ihren Fall zu schildern.

Trier. (red/td) So begann die Geschichte: In der Dauerprüfung für den nächsten Waschmaschinen-Test platzte erst eine und dann auch eine zweite Waschmaschine vom Typ Candy GO 1460D. Beim Schleudern zerissen jeweils die Trommeln und durchschlugen den Laugenbehälter. Scharfkantige Bruchstücke flogen bis zu drei Meter durch den Raum.

Hersteller Candy hat zwar den Verkauf in Deutschland gestoppt, aber keine Rückrufaktion gestartet. Die Ursache und das Ausmaß des Problems sind unklar. Meist werden Bauteile für Geräte wie Waschmaschinen nicht nur für ein Modell entwickelt. Sogar verschiedene Hersteller verwenden zuweilen baugleiche Komponenten.

So viel steht fest: Bereits im Mai 2009 platzte in der Justizvollzugsanstalt Flensburg eine Waschmaschine vom Typ Hoover VisionHD VND 9163. Genau wie bei den test-Waschmaschinen riss beim Schleudern eine Schweißnaht, und die Trommel durchschlug anschließend das Gehäuse.

Klar ist auch: Es ist nicht völlig auszuschließen, dass bei der Herstellung einer einzelnen Waschmaschinentrommel etwas schiefgegangen ist und andere Hoover VisionHD VND 9163-Maschinen nicht betroffen sind.

Um genauer berichten zu können, bittet test.de um Unterstützung. Betroffene Waschmaschinenbesitzer sollten sich an die E-Mail-Adresse candy@stiftung-warentest.de wenden und schildern, was genau passiert ist, wenn auch bei ihrer Waschmaschine die Trommel beim Schleudern aufgerissen ist und die Waschmaschine zerstört hat. Gut wäre, wenn Bilder vom Typschild als Dateianhang beigefügt werden können. Für Briefe lautet die Adresse: Stiftung Warentest, Stichwort: Candy, Postfach 304141, 10724 Berlin.

Solange der Hersteller keine Aufklärung liefert und keine Rückrufaktion startet, bleibt Besitzern verdächtiger Maschinen, die kein Risiko eingehen wollen, nichts übrig, als ihre Waschmaschine stillzulegen oder nur mit deutlich reduzierter Drehzahl zu schleudern. Für Mängel an der Maschine haftet der Lieferant - für zwei Jahre ab Kauf.