Wenn der Herbst die Tiere verändert

Wenn der Herbst die Tiere verändert

Tierfreunde im Volksfreund: Was man bei kühleren Temperaturen beachten muss.

Beim Fellwechsel Leinöl ins Futter mischenWenn es kälter wird, produzieren Katzen ein dickeres Winterfell. Gerade Freigänger sind vom Fellwechsel betroffen, informiert der Industrieverband Heimtierbedarf (IVH). Die Tiere verschlucken bei ihrer Fellpflege besonders viele Haare. Diese würgen sie später als Fellbällchen wieder aus. Katzenhalter können ihre Tiere unterstützen, indem sie ihrer Katze etwas Lein- oder Fischöl ins Futter geben. Das Öl erleichtert das Herauswürgen. Ein halber Teelöffel pro Tag sei ausreichend, empfiehlt der IVH. Rund um Parkanlagen auf Eichhörnchen achtenKurz vor dem Winter sind Eichhörnchen mit dem Sammeln und Verstecken von Futter beschäftigt. Oft achten die Tiere allerdings nicht mehr auf den Straßenverkehr und begeben sich in Lebensgefahr. In der Nähe von Parks, in Wäldern und an Friedhöfen sollten Autofahrer deshalb besonders vorsichtig unterwegs sein, rät die Organisation Aktion Tier. Wer trotzdem ein Eichhörnchen mit dem Auto erwischt, sollte sofort anhalten und nach dem Tier schauen. Noch lebende Nager nimmt man mit einem Tuch auf und bringt sie in einem Transportbehälter schnell zum Tierarzt.Schwache Igel werden mit Rührei wieder fitUntergewichtige Igel brauchen im Herbst zusätzliches Futter. Vor allem spät geborene Jungtiere haben so noch die Chance, sich ein Fettpolster für den Winter anzufressen. Obwohl die Tiere vorwiegend Fleischfresser sind, sollte man sie nicht mit lebenden Schnecken, Regenwürmern oder Maden füttern. Ein Schälchen mit einer Mischung aus Katzenfutter, Igeltrockenfutter, ungesalzenen Erdnüssen und Rührei eignet sich gut. Das empfiehlt die Zeitschrift Mein schöner Garten in ihrer Online-Ausgabe. Milch sollte man nicht geben: Die darin enthaltene Laktose können Igel nicht verdauen, und sie bekommen Durchfall. Schildkröten bei vier Grad überwintern lassenUm die kalte Jahreszeit gut zu überstehen, machen Schildkröten ab dem Herbst Winterruhe. Ihr Stoffwechsel wird dabei auf ein Minimum heruntergefahren. Wer Landschildkröten hält, kann sie zum Überwintern in eine Kiste setzen, rät die Fördergemeinschaft Leben mit Heimtieren. Als Untergrund eignet sich eine Schicht Blähton. Darauf wird Gartenerde verteilt, die man mit Moos und trockenem Laub abdeckt. Die Tiere graben sich dann bis zur Erdschicht ein. Die ideale Temperatur für die Ruhepause liegt bei vier Grad. Der beste Platz für das Winterquartier ist ein kühler Kellerraum. Auch wenn die Schildkröten während der Winterstarre kein Futter brauchen, ist eine Kontrolle wichtig. Halter sollten die Tiere alle fünf bis sechs Wochen wiegen. Bei stärkerem Gewichtsverlust, Erkrankungen oder Unruhe der Tiere muss die Winterruhe beendet werden. dpa

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