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Wie man schon jetzt vitaminreiche Kräuter ernten kann.

Ernährungskolumne : Küchenkräuter auf der Fensterbank

Nun ist der Frühling endlich da. Wie jedes Jahr kann man es kaum erwarten: Die Vorfreude ist groß auf den Genuss von frühlingsfrischem Gemüse wie Kohlrabi, Spargel oder Salate. Doch gemach – die Erntezeit für diese heimischen Sorten lässt noch auf sich warten.

Wildkräuter wie Löwenzahn, Vogelmiere, Giersch oder Gänseblümchen hingegen recken in warmen Gegenden bereits die ersten Triebe aus der Erde. Sogar Küchenkräuter, die den Winter überstanden haben, sprießen mancherorts bereits zart in Beet oder Blumentopf. Mutter Natur macht sich bereit für die Saison und steht in den Startlöchern. Zeit also, sich einen eigenen, kleinen Kräutergarten anzulegen.

Grundsätzlich sind „Outdoor-Kräuter“ oft aromatischer und robuster als die im Handel ganzjährig angebotenen Plastiktöpfchen. Diese lassen häufig schon nach kurzer Zeit Stiele und Blätter hängen – sie wurden in Treibhäusern unter optimalen Bedingungen zu schnellem Wachstum angetrieben, zudem sind die Plastiktöpfe nicht genug sauerstoffdurchlässig und im Verhältnis zum Wurzelballen oft zu klein.

Aber es gibt eine Lösung, damit der heimische Kräutergarten auch in der Küche auf der Fensterbank wächst und gedeiht: Damit die Kräuter mehr Licht, Platz und Nährstoffe bekommen und länger halten, wird empfohlen, sie nach dem Kauf in größere Tontöpfe umzupflanzen.

Danach brauchen die Pflanzen einige Tage Ernteruhe, um neue Blattmasse zu bilden. Man kann sie vor dem Umtopfen auch teilen, so gewinnt man drei bis vier neue Topfpflanzen.

Wichtig ist, die Küchenkräuter ausgewogen mit Flüssigkeit zu versorgen. Werden sie zu viel gegossen, kann sich leicht Grauschimmel bilden, und die Pflanze stirbt ab. Zu wenig Wasser führt zu welken und trockenen Blättern. Als Faustregel gilt, täglich etwa zehn Prozent des Topfvolumens zu gießen, bei sommerlicher Hitze und „durstigen“ Kräutern wie Basilikum auch etwas mehr.

Übrigens: Petersilie, Schnittlauch oder Thymian können an warmen Tagen sogar schon nach draußen auf die Fensterbank. Das wärmeliebende Basilikum hingegen muss noch warten bis es richtig warm wird, es fühlt sich bei 20 Grad Celsius am wohlsten.

Susanne Umbach ist Ernährungsberaterin der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz.

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