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Zum Umtausch von Waren ist kein Verkäufer verpflichtet

Zum Umtausch von Waren ist kein Verkäufer verpflichtet

Gleich nach den Feiertagen machen sich viele auf den Weg in die Geschäfte, um unliebsame Präsente umzutauschen. Dabei ist einiges zu beachten.

Berlin. (dpa/red) Das Recht ist dabei grundsätzlich nicht auf Seiten des Käufers. Der Umtausch hat sich zwar eingebürgert, doch ein gesetzliches Umtauschrecht gibt es nicht.

Der Käufer ist bei einem Umtausch immer auf die Kulanz des Händlers angewiesen. Doch der harte Wettbewerb im Einzelhandel führt dazu, dass kaum einer sich dieser Kulanz verschließt. Gerade größere Häuser nehmen Ware oft diskussionslos gegen Geldauszahlung zurück.

In kleinen und mittelständischen Geschäften bekommt man oft auch einen Gutschein. Verbraucher sollten darauf achten, dass dieser drei Jahre gültig ist, denn das schreibt der Gesetzgeber vor.

Wenn man ganz sichergehen will, kann man auch nach Umtauschregelungen fragen. Auf jeden Fall sollte der Kunde den Kassenbon aufheben und zum Umtausch mitbringen - sofern das bei einem Geschenk-Umtausch möglich ist.

Da der Händler nicht zu einem Tausch verpflichtet ist, kann er die Bedingungen bestimmen. Er legt also zum Beispiel fest, ob der Umtausch nur mit dem Kassenzettel geht oder darüber hinaus noch alle Etiketten an der Ware sein müssen. Der Verkäufer entscheide auch, ob der Kunde im Fall eines Umtauschs sein Geld zurückbekommt oder einen Gutschein erhält.

Ganz anders sieht die Umtauschregelung bei Versandhändlern und Internet-Shops aus. Dort gilt das gesetzliche Widerrufsrecht von zwei Wochen nach Erhalt der Ware. In dieser Zeit kann der Kunde problemlos Ware zurückschicken.