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Missbrauchsstudie

Kirche : Professoren scheitern mit Anzeige

Die Koblenzer Generalstaatsanwaltschaft sieht nach einer Strafanzeige mehrerer Professoren wegen der Missbrauchsstudie keinen Anlass, Ermittlungen einzuleiten. Die Anzeige der sechs Strafrechtsprofessoren enthalte keine tatsächlichen Angaben zu bestimmten aufzuklärenden und noch verfolgbaren Straftaten, sagte Generalstaatsanwalt Jürgen Brauer.

Vermutungen oder allgemeine Erwägungen seien nicht geeignet, einen Anfangsverdacht auszulösen.

In der Anzeige hatten die Juristen die Aufnahme von Ermittlungen wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern gefordert. Begründung: Es gebe eine hohe Zahl von Missbrauchsfällen, die noch nicht einzelnen Tätern zugeordnet werden könne. Weil die Strafanzeige bei den Staatsanwaltschaften aller 27 deutschen Bistümer eingingen, hatte die Generalstaatsanwaltschaft die Verfahren für Trier, Mainz, Limburg und Köln an sich gezogen. Laut Behördenchef Brauer werden derzeit von den einzelnen Staatsanwaltschaften noch die Unterlagen aller Verdachtsfälle ausgewertet. Dabei sei aber nur in Einzelfällen mit der Einleitung von Ermittlungsverfahren zu rechnen.