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Wetter
Orkan kostet mindestens acht Menschen das Leben - Zugverkehr rollt an

dpatopbilder - Bäume und Äste liegen am 18.01.2018 bei Lamspringe (Niedersachsen) auf der ICE-Trasse zwischen Hannover - Göttingen an einem ICE der Deutschen Bahn. Sturmtief "Friederike" zieht über weite Teile Deutschlands. Foto: Swen Pförtner/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++
dpatopbilder - Bäume und Äste liegen am 18.01.2018 bei Lamspringe (Niedersachsen) auf der ICE-Trasse zwischen Hannover - Göttingen an einem ICE der Deutschen Bahn. Sturmtief "Friederike" zieht über weite Teile Deutschlands. Foto: Swen Pförtner/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++ FOTO: Swen Pförtner / dpa
Traurige Nachricht am Morgen: Zwei weitere Menschen sind während des Orkans «Friederike» in Deutschland ums Leben gekommen - insgesamt gibt es nun mindestens acht Tote. Reisende und Pendler müssen sich heute noch auf Einschränkungen im Zugverkehr einstellen.

Berlin (dpa) - Nach dem schwersten Orkan seit mehr als zehn Jahren in Deutschland ist die Zahl der Toten bundesweit auf mindestens acht gestiegen. In Sachsen-Anhalt kamen durch das Sturmtief «Friederike» zwei Männer ums Leben, wie die Polizei am Freitagmorgen mitteilte. Beide seien am Donnerstagabend ihren schweren Verletzungen erlegen. Nachdem der Fernverkehr am Donnerstag deutschlandweit eingestellt worden war, nahm die Deutsche Bahn am Morgen den Betrieb wieder auf.

Ein 65-Jähriger kam in Sachsen-Anhalt ums Leben, als er an seinem Dach Sicherungsarbeiten durchführte. Er fiel rund acht Meter in die Tiefe. Im Burgenlandkreis wurde ein 34-Jähriger von einem umstürzenden Baum getroffen. Mindestens weitere sechs Menschen starben am Donnerstag bei dem Unwetter in Nordrhein-Westfalen, Thüringen und Brandenburg, viele wurden während des Orkans verletzt.

Am Freitagmorgen rollten die ersten Züge deutschlandweit im Nah- und Fernverkehr wieder - weitgehend fahrplanmäßig. Reisende und Pendler müssen allerdings noch mit Einschränkungen rechnen. An vielen Bahnhöfen standen die Menschen am Morgen in langen Schlange vor den Informationsständen.

Über 200 beschädigte Streckenabschnitte vor allem in Nordrhein-Westfalen und in Mitteldeutschland zählte die Bahn am Morgen, weitere könnten hinzukommen. «Wir fliegen aktuell Strecken mit Hubschraubern ab», sagte ein Sprecher. Ist die Strecke frei, muss zuerst ein Zug ohne Fahrgäste durch, bevor sie endgültig für Züge mit Passagieren freigegeben werden kann.

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) bedankte sich via Twitter bei den Rettungskräften und sprach den Angehörigen der Todesopfer sein Mitgefühl aus. «Ich danke vor allem den mehr als 1000 ehrenamtlichen THWlern sowie allen anderen Einsatzkräften, die sich in den Dienst der Gesellschaft gestellt haben.» Der Sturm habe gezeigt, wie wichtig das Technische Hilfswerk (THW) für das Zusammenleben sei.

Polizei und Rettungskräfte waren während des Orkans im Dauereinsatz und in der Nacht sowie am Freitagmorgen mit Aufräumarbeiten beschäftigt. In den betroffenen Regionen wurden die Einsatzkräfte oft alarmiert, weil Bäume umgestürzt waren oder Dächer abgedeckt wurden. Es kam zu zahlreichen Verkehrsunfällen und Straßensperrungen.

Das Tief, das von Westen her über Deutschland fegte, ist laut Deutschem Wetterdienst (DWD) der schwerste Sturm seit dem Jahr 2007. Auf dem Brocken im Harz seien in der Spitze Orkanböen von 203 Stundenkilometer gemessen worden. «Damit haben wir elf Jahre nach Kyrill wieder einen Orkan der Königsklasse», sagte DWD-Sturmexperte Andreas Friedrich.

Im Tiefland wurden ebenfalls hohe Spitzen-Windgeschwindigkeiten erreicht. So stellte der DWD fast 138 km/h im thüringischen Gera fest, 134 Kilometer pro Stunde wurden im nordhessischen Frankenberg erreicht.

Das Wetter hatte sich am Freitagmorgen beruhigt. Um Mitternacht hob der Deutsche Wetterdienst (DWD) die letzten Unwetterwarnungen auf. Am Tag weht der Wind laut DWD anfangs an der See und in den Bergen noch stürmisch. Probleme drohen weiterhin durch glatte Straßen. Es sind immer wieder Regen-, Schnee- und Graupelschauer möglich. An den Alpen erwartet der Wetterdienst kräftige Schneefälle.

So fegte Friederike über die Region Trier

Ein Einsatzfahrzeug der Polizei steht am 18.01.2018 in Torfhaus im Oberharz (Niedersachsen) auf der Bundesstraße 4, die für den Verkehr gesperrt ist. Sturmtief "Friederike" zieht über weite Teile Deutschlands. Foto: Swen Pförtner/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++
Ein Einsatzfahrzeug der Polizei steht am 18.01.2018 in Torfhaus im Oberharz (Niedersachsen) auf der Bundesstraße 4, die für den Verkehr gesperrt ist. Sturmtief "Friederike" zieht über weite Teile Deutschlands. Foto: Swen Pförtner/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++ FOTO: Swen Pförtner / dpa
Ein Feuerwehrmann steht am 18.01.2018 in Hannover (Niedersachsen) an einem Weg, der durch einen entwurzelten Baum versperrt wird. Sturmtief "Friederike" zieht über weite Teile Deutschlands. (zu dpa "Sturmtief «Friederike» führt zu massiven Behinderungen im Norden" vom 18.01.2018) Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++
Ein Feuerwehrmann steht am 18.01.2018 in Hannover (Niedersachsen) an einem Weg, der durch einen entwurzelten Baum versperrt wird. Sturmtief "Friederike" zieht über weite Teile Deutschlands. (zu dpa "Sturmtief «Friederike» führt zu massiven Behinderungen im Norden" vom 18.01.2018) Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++ FOTO: Hauke-Christian Dittrich / dpa
HANDOUT - Ein Lastwagen steht am 18.01.2018 mit seinem vom Orkan "Friederike" umgewehten Anhänger auf der Talbrücke Breuna im Landkreis Kassel (Hessen) und blockiert die Fahrbahn der A44.   (zu dpa «Orkan weht Lkw-Anhänger auf A44 um - Hunderte Notrufe in Nordhessen» vom 18.01.2018)     ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung im Zusammenhang mit der aktuellen Berichterstattung und nur bei Nennung: Foto: Polizeipräsidium Nordhessen/Polizeipräsidium Nordhessen/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++
HANDOUT - Ein Lastwagen steht am 18.01.2018 mit seinem vom Orkan "Friederike" umgewehten Anhänger auf der Talbrücke Breuna im Landkreis Kassel (Hessen) und blockiert die Fahrbahn der A44. (zu dpa «Orkan weht Lkw-Anhänger auf A44 um - Hunderte Notrufe in Nordhessen» vom 18.01.2018) ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung im Zusammenhang mit der aktuellen Berichterstattung und nur bei Nennung: Foto: Polizeipräsidium Nordhessen/Polizeipräsidium Nordhessen/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++ FOTO: Polizeipräsidium Nordhessen / dpa
"Wegen Orkan wird ab sofort bundesweit der Fernverkehr eingestellt." ist am 18.01.2018 auf dem Hauptbahnhof in Berlin als Laufband auf einer Anzeigetafel der Deutschen Bahn zu lesen. Die Deutsche Bahn hat den Fernverkehr wegen des Orkans «Friederike»  bundesweit eingestellt. Züge, die noch unterwegs sind, sollten aber soweit möglich bis zum Ziel fahren, sagte ein Bahnsprecher. Foto: Maurizio Gambarini/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++
"Wegen Orkan wird ab sofort bundesweit der Fernverkehr eingestellt." ist am 18.01.2018 auf dem Hauptbahnhof in Berlin als Laufband auf einer Anzeigetafel der Deutschen Bahn zu lesen. Die Deutsche Bahn hat den Fernverkehr wegen des Orkans «Friederike» bundesweit eingestellt. Züge, die noch unterwegs sind, sollten aber soweit möglich bis zum Ziel fahren, sagte ein Bahnsprecher. Foto: Maurizio Gambarini/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++ FOTO: Maurizio Gambarini / dpa
dpatopbilder - Ein vom Orkan "Friederike" umgeworfener, 150 Meter hoher Kran liegt am 18.01.2018 im osthessischen Kirtorf in einem Energiepark neben einem Windrad.   (zu dpa «Orkan wirft Kran und Lastwagen um - Bahn stellt Fernverkehr ein» vom 18.01.2018) Foto: Philipp Weitzel/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++
dpatopbilder - Ein vom Orkan "Friederike" umgeworfener, 150 Meter hoher Kran liegt am 18.01.2018 im osthessischen Kirtorf in einem Energiepark neben einem Windrad. (zu dpa «Orkan wirft Kran und Lastwagen um - Bahn stellt Fernverkehr ein» vom 18.01.2018) Foto: Philipp Weitzel/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++ FOTO: Philipp Weitzel / dpa
HANDOUT - Ein vom Orkan "Friederike" umgeworfener Lastwagen mit Anhänger liegt am 18.01.2018 auf der Langgönser Talbrücke auf der A45 in der Nähe von Gießen (Adresse auf LKW-Rückseite gepixelt).   (zu dpa «Orkan wirft Kran und Lastwagen um - Bahn stellt Fernverkehr ein» vom 18.01.2018)     ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung im Zusammenhang mit der aktuellen Berichterstattung und nur bei Nennung: Foto: Polizeipräsidium Mittelhessen/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++
HANDOUT - Ein vom Orkan "Friederike" umgeworfener Lastwagen mit Anhänger liegt am 18.01.2018 auf der Langgönser Talbrücke auf der A45 in der Nähe von Gießen (Adresse auf LKW-Rückseite gepixelt). (zu dpa «Orkan wirft Kran und Lastwagen um - Bahn stellt Fernverkehr ein» vom 18.01.2018) ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung im Zusammenhang mit der aktuellen Berichterstattung und nur bei Nennung: Foto: Polizeipräsidium Mittelhessen/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++ FOTO: Polizeipräsidium Mittelhessen / dpa
Fahrräder, die im Sturm des Orkan "Friederike" umgefallen sind, liegen am 18.01.2018 vor dem Hauptbahnhof in Berlin. Foto: Maurizio Gambarini/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++
Fahrräder, die im Sturm des Orkan "Friederike" umgefallen sind, liegen am 18.01.2018 vor dem Hauptbahnhof in Berlin. Foto: Maurizio Gambarini/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++ FOTO: Maurizio Gambarini / dpa
Mithilfe eines Leiterwagens zersägen Feuerwehrleute am 18.01.2018 im Stadtteil Groß-Buchholz in Hannover (Niedersachsen) einen Baum, der auf die Straße zu stürzen droht. Sturmtief "Friederike" zieht über weite Teile Deutschlands. (zu dpa "Sturmtief «Friederike» führt zu massiven Behinderungen im Norden" vom 18.01.2018) Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++
Mithilfe eines Leiterwagens zersägen Feuerwehrleute am 18.01.2018 im Stadtteil Groß-Buchholz in Hannover (Niedersachsen) einen Baum, der auf die Straße zu stürzen droht. Sturmtief "Friederike" zieht über weite Teile Deutschlands. (zu dpa "Sturmtief «Friederike» führt zu massiven Behinderungen im Norden" vom 18.01.2018) Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++ FOTO: Hauke-Christian Dittrich / dpa
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