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Große Nachfrage nach kostenlosen FFP2-Masken in Apotheken

Risikogruppen : Schutz vor Corona: Große Nachfrage nach kostenlosen FFP2-Masken in regionalen Apotheken

Anspruch auf die kostenlosen FFP2-Masken haben rund 1,3 Millionen Menschen in Rheinland-Pfalz. Dass nicht alle Apotheken in der Region die Ware innerhalb weniger Tage vorrätig haben können, ist nachvollziehbar.

Die erste Lieferung der sogenannten FFP2-Masken für Ältere war in den Apotheken von Michel Raber gestern Mittag bereits weg. Die Nachfrage sei groß gewesen, berichtet der Trierer Raber. Seit Dienstag können Menschen, die zur Corona-Risikogruppe gehören, kostenlose  FFP2-Masken in den Apotheken erhalten. Alle Personen  über 60 Jahre und Menschen mit bestimmten chronischen Erkrankungen wie etwa Asthma, Herz- oder Niereninsuffizienz, Diabetes oder Krebs können je drei Masken gratis in der Apotheke abholen.  Rein rechnerisch seien das in Rheinland-Pfalz rund 1,3 Millionen Menschen, die Anspruch auf je drei Schutzmasken hätten, erklärt Frank Eickmann, Sprecher des Apothekerverbandes Rheinland-Pfalz.

Es sei eine „gigantische Herausforderung“ gewesen innerhalb kurzer Zeit die Verteilung der Masken zu organisieren, sagt Raber Die Entscheidung, dass alle, die ein erhöhtes Risiko haben, an Covid zu erkranken, die speziellen Schutzmasken erhalten, hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) vergangene Woche verkündet. Seit dem habe das Telefon nicht mehr still gestanden, sagt Raber. Viele hätten gedacht, dass die Masken bereits vorrätig seien. „Die Apotheken hatten nur drei Arbeitstage zur Vorbereitung dieser Verteilung. Insofern ist zu erwarten, dass es auch in den kommenden Tagen nicht überall rund laufen wird“, sagt Eickmann. Es gebe aber keinen Anlass zu übertriebener Eile. Bis 6. Januar könnten die Masken in den Apotheken abgeholt werden. Angesichts der aktuellen Lage sollte, vermieden werden,   dass es zu größeren Aufläufen vor den Apotheken komme. „Die Apotheker mussten die Masken auf dem freien Markt bestellen und hatten nur eine sehr kurze Vorlaufzeit“, so Eickmann. Daher könne es zu Lieferengpässen kommen. Raber hofft, dass die bestellten Masken zügig geliefert werden. Die Ausgabe erfolgt nach Vorlage des Personalausweises. Wer nicht selbst in die Apotheke kommen könne, kann jemanden damit beauftragen. Der Apothekenverband verspricht eine „bürokratiearme“ Abgabe der Masken.