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Grüner Staatssekretär Kleemann und seine seltsame Abrechnung

Kommentar zu Beförderungsaffäre im Umweltministerium : Staatssekretär Kleemann wählt zum Abschied fatale Worte

Der aus dem Amt scheidende Staatssekretär Ulrich Kleemann sieht bei Beförderungsverfahren im Umweltministerium „keine Anzeichen“ für Gutsherrenart, keinen Rücktrittsgrund für Ex-Ministerin Höfken und kritisiert Medien.

Zum Abschied sind das fatale Worte. Erstens widerspricht er den exakten Worten des Oberverwaltungsgericht, womit das Verhältnis zwischen Landes-Grünen und Gerichten angespannt bleibt. Zweitens zeigt er, dass auch einzelne Grüne keinerlei Skrupel haben, Medien anzugreifen, wenn diese über grüne Missstände berichten. Am Ende waren es Medien, die den Skandal überhaupt ans Tageslicht brachten, nicht das Ministerium, dem es anfangs völlig an Einsicht und Aufklärungsdrang fehlte. Drittens ist Kleemanns Hinterfragen, wo bei Ministern wie Scheuer und Spahn der Aufschrei bleibe, unredlich. Um Rücktrittsforderungen gegen sie zu finden, hätte Kleemann nur Google nutzen müssen und viele Kommentare gefunden. Stattdessen glänzte er lieber mit Unwissenheit.

f.schlecht@volksfreund.de