1. Nachrichten
  2. Politik
  3. Inland

Corona: Sorge vor Personalengpässen in Pflegeheimen

Corona-Erkrankungen bei Pflegepersonal : “Noch ist die Lage beherrschbar“

In den Krankenhäusern ist der Personalausfall wegen Corona bereits groß. Auch in den Pflegeeinrichtungen blickt man jetzt mit Sorge auf die Lage. Aktuell habe man die Situation im Griff, sagt der Arbeitgeberverband Pflege. Doch wie lange noch?

In dieser Woche schlug die Deutsche Krankenhausgesellschaft Alarm angesichts einer steigenden Zahl von Personalausfällen durch Corona-Erkrankungen in den Kliniken. Einzelne Stationen und Abteilungen mussten demnach schon geschlossen werden. Und das in allen Bundesländern. In den Pflegeheimen stellt sich die Situation nicht ganz so dramatisch dar - noch nicht.

„Aktuell ist die Corona-Lage in den Pflegeheimen noch beherrschbar“, so Isabell Halletz, Geschäftsführerin des Arbeitgeberverbands Pflege zu unserer Redaktion. „Aber wir müssen aufpassen, dass es nicht wie in den Krankenhäusern zu Personalengpässen kommt.“ Im letzten Jahr sei es gelungen, die Zahl der Personalausfälle stabil zu halten. „Durch regelmäßiges Testen und durch die disziplinierte Einhaltung der Corona-Regeln. Daran arbeiten wir auch in diesem Jahr.“

Halletz ergänzte, selbst wenn die Heime gut durch den Winter kämen, Personalmangel in der Altenpflege werde ein Dauerproblem, „das die Versorgung der Pflegebedürftigen gefährdet. Und Corona kommt womöglich noch dazu.“ Die Zahl der Auszubildenden sei in den letzten zehn Jahren zwar um etwa 25 Prozent gestiegen und liege nun bei rund 105.000. „Aber das reicht nicht angesichts der deutlich steigenden Zahl der Pflegebedürftigen.“ Grundsätzlich bleibe die Lage in den Einrichtungen damit sehr angespannt. „Und sie wird in einigen Jahren dramatisch sein, denn der Fachkräftemangel wird sich in den kommenden Jahren massiv verschärfen“, sagte die Geschäftsführerin.