Aus dem Archiv September 2019 Jeder zweite Facharzt geht demnächst in Rente

Trier/Bitburg/Wittlich · Bis 2023 wird die Zahl an Augen-, Hals-Nasen-Ohren-Ärzten und Co. drastisch sinken. Patienten werden das massiv spüren, prophezeit ein Experte.

Bei Krankheit müssen Patienten schon jetzt oft lange warten, bis sie behandelt werden. Dieses Problem wird sich verschlimmern, sagt ein Experte.

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Patienten warten monatelang auf den Termin beim Spezialisten, in Dörfern verwahrlosen Praxen, der Weg zum Kinderarzt zählt einige Kilometer mehr als früher, Operationen werden auf die lange Bank geschoben: Geht es nach dem Trierer Günther Matheis, müssen sich die Rheinland-Pfälzer auf einen massiven Mangel an Fachärzten einstellen. Der Chef der Landesärztekammer prophezeit: „Die Ausmaße, die wir jetzt bereits bei den Hausärzten spüren, werden wir in den nächsten Jahren besonders bei den Fachärzten erleben.“ Der große Unterschied: In der Peripherie des Landes werden die Wege dort noch weiter sein als bei den Hausärzten, wo wir eine ganze Armada von Programmen auf den Weg bringen und immer noch flächendeckender aufgestellt sind“, mahnt Matheis.