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Corona-Patient aus dem Eifelkreis Bitburg-Prüm in Quarantäne – es geht ihm gut

Gesundheit : Corona-Patient aus der Eifel in Quarantäne – es geht ihm gut

Im Eifelkreis hat sich eine Person mit dem Coronavirus infiziert - offenbar erfolgte die Ansteckung durch Händeschütteln. Das Gesundheitsamt informiert alle Kontaktpersonen. 

Im Eifelkreis Bitburg-Prüm hat es eine Infektion mit dem Coronavirus gegeben. Es ist bislang der erste Fall in der Region. Wie Landrat Joachim Streit unserer Zeitung mitteilte, geht es der Person, zu der er keine näheren Angaben machte, gut. Am Samstag wurde die Person positiv auf Corona getestet. Das zuständige Gesundheitsamt hat angeordnet, dass sie und eine bei ihr lebende Person zu Hause in Quarantäne bleiben müssen. Das bedeutet, dass beide zwei Wochen nicht aus dem Haus gehen dürfen.

Infiziert hat sich die Person im Eifelkreis beim Händeschütteln einer Person aus Nordrhein-Westfalen. Als bei dieser das Virus nachgewiesen worden war, informierte sie die Person aus der Eifel, die sich daraufhin testen ließ. Sie hat dem Gesundheitsamt des Eifelkreises eine Liste aller Kontaktpersonen gegeben, die nun von der Behörde über eine mögliche Corona-Infektion informiert werden.

Corona könne nicht nur durch Tröpfcheninfektion (Übertragung der Viren durch Niesen oder Husten), sondern eben auch durch Schmierinfektionen, also durch direkten Kontakt etwa über Händeschütteln, übertragen werden, sagte der Trierer Facharzt für Mikrobiologie und Infektionsepidemilogie, Ernst Kühnen, unserer Zeitung. Es könne drei bis fünf Jahre dauern, bis eine „globale Durchseuchung“ mit dem Virus stattgefunden habe. Mit Durchseuchung bezeichnet man den Verbreitungsgrad einer Epidemie durch eine Infektionskrankheit. Kühnen rät, Corona-Infektionen „laufenzulassen“, wie bei anderen Infektionen auch. Man sollte sich derzeit vor allem um die ernsthaft Kranken kümmern.

In Ägypten ist der erste deutsche Staatsbürger an Covid-19 gestorben, ein 60 Jahre alter Mann, der über Luxor in den Strandort Hurghada gereist war. Das meldeten ägyptische Behörden am Sonntag. Unklar ist, ob der Mann sich in Ägypten angesteckt hatte.

 Die Zahl der Infizierten in Rheinland-Pfalz ist bis gestern Abend auf 19 gestiegen, deutschlandweit waren es über 900. Im Kreis Bad Dürkheim ist ein Lehrer einer Gesamtschule erkrankt. Die Schule bleibt zunächst für eine Woche geschlossen. Auch fünf Schulen in Andernach und Koblenz werden vorerst geschlossen.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) empfiehlt, Veranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern vorerst abzusagen. Dies würde auch Sportereignisse treffen – in der Region etwa Spiele von Eintracht Trier im Moselstadion (Fußball) oder der Gladiators Trier in der Arena (Basketball). Die Verantwortlichen der Fußball-Bundesliga überlegen, Spiele ohne Zuschauer austragen zu lassen.

Italien hat angeordnet, dass sich rund 16 Millionen Bürger im Norden des Landes nur noch aus triftigen Gründen aus den Zonen hinaus oder in sie hinein bewegen dürfen.