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Kritik von Foodwatch
Bauernpräsident Rukwied: Zucker und Fett sind wichtig

 Bauernverbandspräsident Joachim Rukwied
Bauernverbandspräsident Joachim Rukwied FOTO: dpa / Christoph Soeder
Zucker, Salz und Fett werden immer wieder für negative Auswirkungen auf den Menschen verantwortlich gemacht - vor allem, wenn zu viel davon gegessen wird. Doch sie sind gleichzeitig wichtige Nahrungsbestandteile. Darauf pocht nun Bauernverbandspräsident Joachim Rukwied.

Bauernverbandspräsident Joachim Rukwied hat Zucker, Salz und Fett in Nahrungsmitteln verteidigt. Das seien wichtige Nahrungsbestandteile, wenn man sich damit vernünftig ernähre, sagte Rukwied unserer Redaktion. Die zwischen Agrarministerin Julia Klöckner (CDU) und Verbänden vereinbarte freiwillige Selbstverpflichtung zur Reduktion der Zusatzstoffe sei deshalb auch vernünftig. Der Bauernverband setze auf Eigenverantwortung. Die Organisation Foodwatch erklärte hingegen, Klöckner mache sich mit der freiwilligen Selbstverpflichtung „lächerlich“. Damit seien zuletzt die Niederlande gescheitert. „In Großbritannien wird Fanta zum Beispiel mit etwa halb so viel Zucker verkauft, weil es eine Limo-Steuer gibt“, sagte Geschäftsführer Martin Rücker. Er forderte die Einführung einer solchen Steuer sowie ein Werbeverbot  für Süßigkeiten für Kinder. Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble hat unterdessen nach einer Beschwerde der Grünen Klöckner aufgefordert, der Oppositionsfraktion zu erläutern, warum sie nicht zu Informationsrunden des Ministerium zu Ferkelkastration und Tierwohlkennzeichnung eingeladen wurde. In dem Brief heißt es, er habe Klöckner gebeten, „die Auswahl  der Teilnehmer zu erläutern“. Dazu zählten Abgeordnete der Koalition, nicht aber der Opposition. Die Grünen werten das als Verletzung ihrer Abgeordnetenrechte.

(kd)